Donnerstag, 9. Juli 2015

Johannisbeer-Kirsch-Muffins

„Ich wollte doch eigentlich noch.“ Wie oft kommt mir dieser Satz in den Sinn. Wenn ich bereits im Bett liege, und sowieso nicht mehr aufstehe. Wenn ich gerade aus der Tür rausgehe, um den ganzen Tag unterwegs zu sein. Ich schiebe manchmal Kleinigkeiten auf, einfach, weil ich in diesem Moment zu faul bin, sie zu erledigen. Dabei ist es meist nur eine Sache von nicht einmal (!!) fünf Minuten. Es würde mir nicht wehtun, diese kurze Zeit zu opfern, um dann ein gutes Gefühl zu haben. Aber ich tue es viel zu selten. Und habe mir nun vorgenommen, diese Verhaltensweise zu ändern, denn wenn sich diese Kleinigkeiten erstmal aufstauen, dann kann es schon vorkommen, dass sie sich tatsächlich zu einen Berg von Arbeit häufen. Und den erledige ich dann eh nicht.
Wie ich auf dieses Thema komme? Nunja, die Muffins zu diesem Post sind kurz und spontan entstanden. Unsere Kirschbäume und der Johannisbeerbusch hängen voller roter Früchte, ganz klar, dass die pur im Mund, gekocht als Marmelade oder eben auch verbacken in unseren Bäuchen landen. So, und eigentlich, ja eigentlich hatte ich nach dem Backen überhaupt keine Lust, die kleinen Dinger zu fotografieren. Auch nicht so richtig Zeit. Nur dachte ich dann: „Wenn ich das jetzt nicht erledige, werde ich sie sowieso nicht mehr ablichten, zumindest nicht, solange die Früchte Saison haben“.


Aufgaben sofort erledigen, zumindest die kleinen. Das ist es, was ich mir für die nächsten Wochen vornehme, was ich mir zur Gewohnheit machen möchte. Ein Mensch braucht 21 Tage, um sich eine Verhaltensweise anzugewöhnen, heißt es. Also: here weg go! :)



Diesmal sind die Muffins tatsächlich ganz einfach gehalten – sieht man mal vom Kamutmehl ab, was man, wenn überhaupt, vermutlich nur im Reformhaus erhält (ich mahle es stets selber) – dieses kann aber auch problemlos durch Dinkel- oder Weizenvollkornmehl ersetzt werden.
Gemischt mit dem gleichen Anteil an Hafermehl (hierfür einfach feine Haferflocken im Blitzhacker zu groben Mehl mahlen), kommen nur noch die anderen Basic-Zutaten in den Rührteig hinein: Zucker, Eier, Fett. Als Fettanteil habe ich diesmal auf Butter zurückgegriffen, was ich bei Muffins normalerweise nicht so gerne tue, aber sie musste verbraucht werden. Wer mag, kann die Butter auch ohne Probleme durch 40-60ml Öl (je mehr Fett desto kuchiger die Konsistenz) ersetzen oder eine halbe Avocado nehmen (= sehr matschige Konsistenz, ich mag das ultra gerne. ;) )


Der Teig ist sehr wenig süß, ich mag ihn so sehr gerne, wer es süßer haben möchte, erhöht, ja verdoppelt vielleicht sogar die Zuckermenge. Die sauren Johannisbeeren machen Gebäck immer zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis, ich freue mich jedes Jahr, wenn diese Früchte an unserem Strauch knallerot sind. <3

Für 12 Stück
125g Kamutmehl (ersatzweise Dinkel- oder Weizenvollkornmehl) 
125g Hafermehl
40g Vollrohrzucker (für mehr Süße bis zu 80g)
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz

250g Joghurt
2 Eier
50g geschmolzene Butter

200-250g Kirschen und Johannisbeeren, fertig vorbereitet

So geht’s
Heize den Backofen auf 170°C vor, lege ein Muffinblech mit Förmchen aus.
Vermische zunächst die trockenen Zutaten in einer Schüssel.
Verrühre Joghurt, Eier und Butter in einer anderen.

Gib die trockenen Zutaten zu der Joghurtmischung, rühre sie kurz unter. Rühre nun die Kirschen und Johannisbeeren hinein. Verteile den Teig auf die vorbereiteten Muffinförmchen. Backe die Muffins im Ofen bei 170°C 20-25 Minuten.  Hole sie aus dem Ofen, lasse sie kurz in der Form und dann vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen.

Habt es schön! 
Eure Lena

Kommentare:

  1. Hui, die sehen ja lecker aus! Ich bin eigentlich so gar kein Freund von Johannisbeeren, aber wenn ich deine Küchleins so anschaue...: )
    Vielleicht sollte ich denen doch nochmal 'ne Chance geben ;-)

    Liebe Grüße,
    Patricia

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