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Mittwoch, 11. Januar 2017

"Pizza" aus Zucchiniraspeln und Kichererbsenmehl

Hallo ihr Lieben und alles Gute für das neue Jahr 2017!
Es passiert selten, dass ich ein Rezept aus einer Kochzeitschrift sofort ausprobieren kann, doch als letztens die Lecker ankam, hatte zufällig alles da, um die Zucchini-Crust-Pizza auszuprobieren. Ich habe sie etwas abgewandelt, sodass sie vegan wird und mit Hummus (ausnahmsweise mal aus dem Glas) und Avocado gegessen. Ein sehr leckeres Abendessen, nicht unnötig kompliziert. Wem es aber nach einer richtigen Pizza gelüstet, der sollte wirklich bei einer richtigen Pizza bleiben. :) Allen anderen, guten Appetit!


Zutaten für 2 Böden (ausreichend für 1 Person, die Hunger hat, oder für 2 zur Vorspeise)
aus Lecker 1/2017
450 g Zucchini, geraspelt
1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, verquirlt und 10 Min. quellen gelassen
Salz, Pfeffer
1/2 Tl Oregano
30 g Kichererbsenmehl

So geht's
1 Geraspelte Zucchini in ein Sieb geben und mit 1 Tl Salz vermengen, abtropfen lassen.
2 Ein Backblech einfetten, den Ofen auf 180 °C vorheizen.
3 Nach 10 Minuten hat die Zucchini genug Salz gezogen, drückt sie aus und wringt das restliche Wasser mithilfe eines festen Tuchs aus.
4 Vermengt die Zucchiniraspeln mit dem Leinsamen-Ei, den Gewürzen und dem Mehl, teilt den Teig und drückt zwei flache Fladen auf das Backblech.
5 Backt die "Pizza" im Ofen 20-25 Minuten.
6 Toppt sie mit dem Lebensmittel eurer Wahl und lasst sie euch schmecken!

Habt es schön,
eure Lena

Freitag, 23. Dezember 2016

Apfel-Grieß-Auflauf


Ein kleines schnuckeliges Häuschen, wenige Menschen, hinreißend schöne Natur. Irgendwo zwischen Ost- und Nordsee. Das war unser Urlaub in Dänemark. Mein Freund und ich haben uns eine Woche Auszeit gegönnt. Und konnten diese voll und ganz genießen. Ich bin ein Mensch, der am liebsten immer alles durchplant – außer Urlaub. Deswegen beschlich mich kurz vorher der Gedanke, ob es nicht langweilig werden könnte. Aber Pustekuchen, kein bisschen langweilig wurde es. Wir waren viel unterwegs und wir haben viel gekocht und gebacken. Zum Frühstück gab es an einem Morgen diesen wunderbaren Auflauf.


Das Rezept ist ein klein wenig abgewandelt und auf uns angepasst (wir essen normalerweise ein Gericht, was für 4 Personen angegeben ist auch zu 2 gut auf). Deswegen ist dieses Rezept für den großen Frühstückshunger gedacht – also genau richtig für die kommenden Festtage. Und mit diesem Rezept wünsche ich euch wunderschöne und entspannte Tage mit Familie und Freunden, lasst es euch gut gehen!


Zutaten für 2 Personen
2 Eier
2 Äpfel, in dünne Spalten geschnitten
60 g Butter, zimmerwarm
1 EL Rohrohrzucker (wer es etwas süßer mag: 2 EL)
1 Pck. Bourbon-Vanille Zucker
400 g Magerquark
100 g Dinkel-Volkorngrieß
abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone/Orange
1 Pr. Salz
Gehackte Mandeln
Butter für die Form

So geht’s
1 Den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Form mit etwas Butter fetten.
2 Die Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen.
3 In einer großen Schale Butter, beide Zucker und Eigelbe schaumig schlagen. Grieß und Zitronenschale unterrühren.
4 Erst die Hälfte der Äpfel, dann die Hälfte der Grießmasse einfüllen. Dann wieder Äpfel und den Rest Masse.
5 Mit Mandeln bestreuen und bei 200°C 30-35 Minuten goldbraun backen. 
       Quelle: alnatura.de


Habt es schön! Eure Lena

Mittwoch, 14. September 2016

Butternut-Kürbis Quiche

Ich glaube wir alle lieben ihn. Jedes Jahr fiebern wir wieder der Saison entgegen. Und verspeisen ihn in den erdenklichsten Varianten: als Auflauf, in der Quiche, im Püree, einfach so, im Salat, Kuchen, Keksen... es nimmt kein Ende. Ich liebe liebe Liebe seine Vielfältigkeit. Und bin super glücklich, dass einige Häuser weiter Kürbisse aus dem Dorf angeboten werden, denn meine sind dieses Jahr leider überhaupt gar nichts geworden. Die Schneckenplage war einfach zu groß. Am meisten habe ich ihn bisher einfach als Ofenkürbis gegessen. Das geht so schnell und ist so lecker. Aber zu einem Abend mit Freunden kann es natürlich was anderes sein. Und bis auf eine Kürbisquiche letztes Jahr, und diese, auch umwefend leckere Galette, habe ich ihn noch nicht in mein Lieblingsofengericht verbacken. Alles klar, wird geändert. Und wie!


Die Quiche ist so lecker geworden, dass ich das genaue Rezept mal wieder aufschreiben musste. Oft ist Quiche einfach eine Resteverwertung, denn es geht eigentlich alles rein an Gemüse und Milchprodukten. Deswegen schreibe ich es gar nicht immer nieder. Ich hatte auch schon Misserfolge, da hielt die Quiche nicht so zusammen und man aß eher, nunja, Quiche-Brei. :D
Gibt es immer mal, besonders wenn Spinat, der nicht genug ausgedrückt wurde, benutzt wird. Deswegen diesen immer(!) gut ausdrücken. Richtig gut!


Die Quiche sollte vor dem Anschneiden noch 5-10 Minuten ruhen. Ich weiß, das ist schwer, aber hey, danach belohnt sie euch, denn sie lässt sich etwas besser schneiden! Also, lasst es euch schmecken!

Zutaten für eine Quiche (26er-28er Form)
Für den Teig
Dieses Rezept hier, die komplette Menge

Für den Belag
1 Butternut-Kürbis
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll gehackter Spinat

160 g süße Sahne
etwa 100 ml Milch
3 Eier + das Eiweiß, was vom Teig übrig ist
200 g Feta

1 Tl Thymian, gerebelt
1 Tl  Rosmarinnadeln
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Mehl für die Arbeitsfläche

So geht's
1 Bereite den Teig dem Rezept entsprechend zu und gebe ihn für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.
2 Schäle den Kürbis und schneide ihn in Würfel von 1x1 cm.
3 Ziehe Zwiebel und Knoblauch ab, und hacke sie fein. Drücke die Flüssigkeit aus dem gehackten Spinat.
4 Zerkrümele den Feta mit einer Gabel, mische in deiner großen Schüssel Sahne, Milch, Eier, Eiweiß und Feta. Würze mit Thymian, Rosmarion, Pfeffer und 1/3 Tl. Salz. Rühre die gehackten Zwiebeln, den Spinat und Knoblauch unter, stelle die Mischung beiseite.
5 Öle die Form ein. Heize den Backofen auf 200 °C vor.
6 Rolle nun den Boden auf einer bemehlten Arbeitsfläche so aus, dass er in die Form passt. Lege ihn rein und stippe ihn einige Male mit der Gabel ein. Gib nun so viel vom gewürfelten Kürbis raus, das die obersten Stücke gerade bis zum Rand reichen. Gieße die Ei-Milch Mischung rauf und verteile sie gut.
7 Backe die Quiche 60 Minuten lang, die ersten 30 Minuten auf der mittleren Schiene, danach, damit sie nicht zu dunkel von oben wird, auf der 2. von unten. Sollte sie dennoch zu dunkel werden, lege ein Stück Alufolie drüber.

Habt es schön! Eure Lena

Mittwoch, 10. August 2016

Pita

Jipii! Mein Bachelorarbeit ist endlich angemeldet, dass Ende des Studiums in Sicht! Jetzt heißt es nochmal die letzten Kraftreserven zusammen suchen, und bis Mitte Oktober durchhalten, denn dann ist es geschafft! Zumindest vorerst, denn ein Master wird aus meiner momentanen Sicht noch angestrebt.
Kräfte sammeln, das kann ich vor allem beim Kochen und natürlich beim Essen! Pitabrötchen selber machen stand schon lange auf meiner Liste im Kopf, und bei chefkoch gestöbert habe ich ein einfaches Rezept dafür gefunden. Was ich im Laufe der Zeit wohl noch meinen Vorstellungen entsprechend anpassen möchte, aber erstmal tat es auch das Original, und das sehr gut!


Ich finde es schon fantastisch, dass die flachen Gebäcke so ein tolles Loch zum Füllen bekommen. Dazu musste der Teig bei uns aber sofort nach dem Ausrollen in den heißen Ofen geschoben werden. Die Teiglinge, die länger rumlagen (weil nunmal nicht alle in den Ofen passen), haben sich nicht so schön aufgeplustert.


Beim Füllen ist einfach nur Kreativität gefragt. Ich wollte es gerne vegan haben, und so gab es natürlich Rohkost inklusive Salat und selbstgemachte Falafel. Dazu eine Sojajoghurt-Soße mit Zitrone. Yam.


Der letzte Woche ausgefallene Mitnehm-Mittwoch wird dann hiermit auch nachgeholt. Ich möchte aber leider auch ankündigen, dass ich die festen Termine momentan nicht mehr einhalten kann/will. Ihr habt es sicher schon festgestellt, es wird selten was gepostet, die Bachelorarbeit kostet mich viel Zeit, und auch viele Nerven. Das Kochen bleibt zum Glück nicht auf der Strecke, jedoch das Fotografieren, und das ist für mich auch in Ordnung so. Sich damit unter Druck zu setzen ist nicht das, was ich will. Also ihr Lieben: es geht weiter, ganz klar, aber etwas gemächlicher!
Zurück zum Mitnehm-Mittwoch: Brot und Füllungen natürlich getrennt einpacken, sonst gibt es wohl ein sabbschiges Pitabrot! :)


Zutaten & Und so geht's: 
1 Wir haben 600 g selbstgemahlenes Dinkelvollkornmehl gesiebt, dieses mit 1 1/2 Tl Salz, 1 1/2 Tl Zucker und 1 1/2 Tl Olivenöl gemischt.
2 Dann 5 g Hefe in 350 g lauwarmen Wasser aufgelöst. Alles mit einem stabilen Löffel zu einem Teig verarbeitet.
3 Eine halbe Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen und dann ab in den Kühlschrank, den ganzen Tag oder über Nacht, also so um und bei 8-12 Stunden (flexibel an dein Zeitmanagement anpassbar.)
4 Wenn du bereit zum Pita essen bist: den Backofen auf 230 °C aufheizen, dass Backblech drinne behalten.
5 Den Teig nach der Gare in 8 gleichgroße Stücke geteilt, rundgeschliffen und dann ausgerollt (etwa 1-1,5 cm dick).
6 Gleich im heißen Ofen auf dem heißen Backblech backen. Es gehen nur 4 Stück auf ein Blech, deswegen warten die anderen 4 solange im Kühlschrank. (Bitte nicht bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann gibt es das coole Loch nicht, und du kannst deine Pita nicht füllen!)
7 Pita nach 10 - 15 Minuten Backzeit herausholen, kurz abkühlen lassen.
8 Jetzt kannst du das Pita ENDLICH aufschneiden und mit den ganzen Leckereien füllen, die du dir ausgesucht hast.
9 Den Rest zum Mitnehmen einpacken. Pitabrot getrennt von den Füll-Lebensmitteln, damit es nicht matschig wird.

Habt es schön, eure Lena

Dienstag, 12. Juli 2016

Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse, Tomate und Rucola


Ich bin wirklich begeistert von diesem Flammkuchen. Er ist super easy zu machen und war bei uns nach 20 Minuten im Ofen, sodass wir währenddessen den Tisch decken konnten, um uns dann hungrig auf ihn zu stürzen. Bei dem schönen Wetter am Sonntag, haben mein Freund und ich nämlich am Gewächshaus gewerkelt und sind dann ins Freibad gefahren, um uns abzukühlen. Klar, dass wir dann super hungrig nach Hause kamen!
Einzig und allein der Teig war etwas zimperlich. Hier solltet ihr Vorsicht walten lassen, und das Ausrollen gaanz behutsam angehen. Bei mir hat es am besten geklappt, indem ich den Teig gleich auf dem Backpapier ausgerollt habe. Dieses muss dann natürlich trotzdem bemehlt sein, sonst wird es ein Klebe-Fiasko.
Bei einigermaßen sonnigem Wetter am Abend konnten wir dann auch noch draußen sitzen, das ist natürlich wunderbar.


Getoppt haben wir den Flammkuchen außer mit Rucola noch mit etwas Pesto Genovese. Ultra lecker. Und eigentlich komme noch Pinienkerne dazu, die habe ich im Eifer des Gefechts allerdings vergessen. J  Macht nichts!
Als sehr schnellen Teig fand ich diesen hier wirklich gut, es war keine Arbeit von 5 Minuten ihn zu machen. Allerdings bevorzuge ich den Teig dieses Rezepts hier. Von der Konsistenz (besonders beim Ausrollen!) und vom Geschmack ist er dem schnellen Teig doch überlegen. Das wird das nächste Mal werden dieses Topping und der andere Teig auf jeden Fall kombiniert. Denn das Topping war spitze!


Zutaten für 2 Bleche ( bzw. 3 Personen)
aus köstlich vegetarisch 3/2016
250 g Dinkelvollkornmehl
5 g Salz
1 Tl Backpulver
125 g saure Sahne
60 ml Milch

125 g Ziegenfrischkäse
75 g saure Sahne
1-2 EL Milch
2 gestr. Tl Thymian
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

250 g Kirschtomaten
3 Lauchzwiebeln
2 Hände voll Rucola

Mehl für die Arbeitsfläche
Backpapier
2 Ofenbleche

So geht’s
1 Für den Teig mischst du Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel und rührst saure Sahne sowie Milch unter bis ein homogener Teig entstanden ist.

2 Für die Creme verrühre Ziegenfrischkäse, saure Sahne, Milch, Thymian und Pfeffer.

3 Putze die Lauchzwiebeln und die Tomaten, halbiere die Tomaten und hacke die Zwiebeln fein

4 Wasche den Rucola.

5 Heize den Ofen mit 2 Backblechen darin auf 190°C (Umluft) auf.

6 Halbiere den Teig, und Rolle jedes Stück sehr dünn auf einem bemehlten Backpapier aus. Bestreiche die Fladen vorsichtig mit der Frischkäsecreme und belege sie mit den Tomaten und den Lauchzwiebeln

7 Ziehe die Flammkuchen samt Backpapier vorsichtig auf die heißen Bleche.
Backe die Bleche gleichzeitig im vorgeheizten Ofen 15 Minuten lang. Schalte dann den Ofen aus, klemme einen Kochlöffel zwischen Ofentür und Ofen und lasse die Flammkuchen noch 5 Minuten drin.


8 Toppe den Flammkuchen mit dem Rucola, schneide ihn in Stücke und genieße!

Habt es schön! Eure Lena

Samstag, 25. Juni 2016

Beeren-Kuchen mit Frischkäse



Es ist Beeren Zeit! Zumindest Erdbeeren gibt es wieder heimische, langsam auch Johannis- und Himbeeren. Grund genug, diesen Kuchen zu verbloggen, den ich jedoch schon vor einiger Zeit, beim Durchstöbern des Tiefkühlers gebacken habe. Man muss ja immer mal wieder so gucken, was da so weg muss. Und das waren Beeren des vergangenen Jahres, sowie Zwetschen.



In diesem Kuchen vereinen die Früchte sich mit dem cremigen Frischkäseteig. Lecker ist das! Am besten schmeckt der Kuchen die ersten 2 Tage. Dann sollte er aber auch spätestens aufgegessen werden. Oder halt in den Tiefkühler wandern, um haltbar gemacht zu werden. Aber ich wette, so lange hält der sich gar nicht.


Das Rezept ist von einem amerikanischen Blog, auch da stöbere ich ganz gerne mal, wenn ich Zeit habe. Das "Rumdaddeln" kommt gerade leider ein wenig kurz. Ich bin im Begriff mein Studium zu beenden, lerne für die allerletzten Klausuren (was für ein merkwürdiges Gefühl, gestern war meine letzte Vorlesung...) und schreibe meine Bachelorarbeit. Aufregend, toll, und anstrengend. Im aller positivsten Sinne natürlich.
Und Auszeiten von der Arbeit kann ich mir wunderbar mit einem Stückchen Kuchen gönnen. Habt ein schönes Wochenende!

Zutaten für eine Kastenform 20 cm
adaptiert: girlversusdough.com
2 Eier
115 g Butter
50 g dunkler Muscovado Zucker

60 g Weizenvollkornmehl
60 g Weizenmehl T405
80 g kernige Haferflocken
1 ½ Tl.  Backpulver
½ Tl. Salz

130 g Frischkäse
20 g weißer Zucker

200 g Früchte, gewürfelt (ich hatte 100 g eingefrorene Zwetschgen vom letzten Jahr und 100 g gemischte Beeren)

So geht’s
1 Lege die Kastenform mit Backpapier aus. Heize den Ofen auf 180 °C vor.
2 Schlage die Butter mit dem Muscovado Zucker mit einem Handrührgerät cremig, füge die Eier hinzu und rühre 2 Minuten weiter.
3 Rühre den Frischkäse mit dem weißen Zucker cremig.
4 Mische die Mehle, Flocken, Backpulver und Salz.
5 Rühre die Butter-Zucker-Mischung unter, dann die Früchte und zuletzt nur ganz kurz die Frischkäse-Creme.
6 Backe den Kuchen im vorgeheizten Ofen 50 Minuten. Bei der Stäbchenprobe sollte kein roher Teig mehr am Stäbchen hängen bleiben. Lasse den Kuchen auf einem Gitterrost abkühlen.

Habt es schön! Eure Lena 

Mittwoch, 25. Mai 2016

Kamut-Hafer-Energieriegel zum Mitnehm-Mittwoch

Diese lecker, saftigen Energiehappen haben diesen Sonntag ein sehr nette Geschichte bekommen. Ich durfte an einem Faszien-Workshop teilnehmen, zu dem ich diese als kleine Energiehappen mitgebracht habe. Ich bin immer ein bisschen aufgeregt, wenn ich etwas mitbringe und erhoffe mir natürlich ein Feedback in irgendeiner Art und Weise. Nicht immer bekommt man eines, das kennt ihr sicher. Was ja an sich auch total oke ist... nur mit Feedback ist ja nun doch schön, oder?! :)

Als wir zwischen dem xten herabschauenden Hund und der Faszien-Massage eine kleine Pause einlegten, knurrte mein Magen schon sehr. Ich unterhielt mich mit anderen Sportbegeisterten und schielte zwischendurch auf mein Schüsselchen mit den Riegeln drin. Innerlich triumphierend "Ah, schon halb leer!!", fragte ich mich aber auch kurz, ob jeder nur einmal probiert hatte, und sie dann als "sind OK" abtat, aber schon kamen einige Teilnehmer auf mich zu: "Oh, hast du die gemacht, die schmecken wirklich lecker, überhaupt nicht trocken wie solch gekaufte Müsliriegel. Richtig schön saftig!" Und es wurde danach gefragt, wie ich sie gemacht habe. Wie ich mich gefreut habe! Es ist doch immer toll, wenn anderen etwas schmeckt. Die werden zur nächsten Sportstunde auf jeden Fall wieder mitgenommen.



Perfekt um sie dann auch hier zu veröffentlichen. Und wie ihr seht, perfekt zum Mitnehmen. Und Teilen!



Zutaten für eine Form von 18x25 cm
120g getrocknete Pflaumen
280g Wasser
45g Kokosflocken
115g Kamut-Mehl (oder ein anderes Mehl eurer Wahl)
80g kernige Haferflocken
50g Kürbiskerne
25g Hanfsamen
1 sehr reife Banane
1 EL Ahornsirup

optional: Cranberries (50g), dunkle Schokolade (50g)

So geht's
1 Den Ofen auf 180°C vorheizen, eine Form mit Backpapier auslegen.
2 Wasser und Pflaumen in einen Topf geben und kurz aufkochen, für zehn Minuten stehen lassen.
3 Kokosflocken und Kürbiskerne in einer heißen Pfanne anrösten, bis sie zu duften beginnen. Beiseitestellen.
4 Mische die Kerne, Flocken, Mehl und Samen in einer großen Schüssel. Zermatsche die Banane und rühre sie zusammen mit dem Ahornsirup unter die trockenen Zutaten.  Püriere die Pflaumen mit dem Wasser, messe 180ml davon ab. Rühre es unter die Masse, und gibt nun eventuell noch Canberries oder/und dunkle Schokolade (gehackt) hinzu.
5 Fülle die Masse in die vorbereitete Form, und drücke sie z.B. mit einem Holzbrettchen gut an. 6 Backe sie für 25-30 Minuten. Nimm den Block aus der Form, zerschneide ihn in Würfel und lasse diese komplett auskühlen, bevor du sie in einen luftdichten Behälter umfüllst. Die Energieriegel schmecken von Tag zu Tag besser. 

Habt es schön! Eure Lena

Dienstag, 22. März 2016

Haferflocken-Cookies mit Ingwer und Rosinen

An manchen Tagen bin ich unheimlich produktiv, und schaffe alles, was ich mir vorgenommen habe. Momentan häufen sich diese Tage, und das ist ein schönes Gefühl. Es gibt Momente, da wankelt man in seinem Leben so vor sich hin. Sagt sich: "Morgen wird es besser." Pustekuchen. Nichts ist morgen besser. Bis eine Situation kommt, die dich gedanklich einmal umkrempelt. Die es wirklich besser macht. Das kann ein Freund sein, der einen wichtigen Hinweis hat. Das kann ein Vorhaben sein, welches du endlich mal umsetzt. Und manchmal sind es auch Leute, die du gar nicht so kennst, die dir die Augen öffnen. Am Ende liegt es aber doch an dir, dich selbst zu überwinden. Nun denn. Wer kennt das nicht?

Was hat das mit Essen zu tun. Nunja, wie oben gesagt: ich wankele gerade glücklicherweise nicht, sondern bin ausgesprochen produktiv. Ich genieße diese Phase, ich bin motiviert und ich wünsche mir, dass sie ewig anhält. Ich werde es sehen. Und wenn ich einen dieser Tage habe, dann bereite ich gerne vor. Sozusagen für die Tage, an denen ich nicht so schaffenslustig bin. Die Cookies lagen deshalb schon einige Zeit im Tiefkühler. Fertig vorbereitet, um nur noch in Scheiben geschnitten und gebacken zu werden. Und da ich momentan backtechnisch andere Prioritäten habe, mich aber die Lust auf Kekse mal wieder gepackt hat, kam mir das gerade recht. Auftauen, schneiden, rein in den Ofen. Nichts leichter als das. Das geht dann auch mal schnell zwischen einem Blech Muffins und einem Brot. Oder frisch morgens zum Frühstück, unter der Woche wohlgemerkt.


Das müsst ihr natürlich nicht machen, sie vorbereiten, um sie dann einzufrieren. Der Teig kann genauso gut nach einer Stunde oder einem Tag im Kühlschrank verarbeitet werden.


Hihi, und dann gibt es noch eine Geschichte zu den Cookies: mein Freund freute sich riesig, dass ich mal wieder Cookies buk. In der stillen Hoffnung, wie sich später herausstellte, dass es klassische American Chocolate Chip Cookies sind. Ähm... Ende der Geschichte war dann, dass er ein bisschen enttäuscht war, und ihm die Kekse nicht so gut geschmeckt haben. Klar, wer schön süße Schokolade erwartet, der kräuselt natürlich die Nase, wenn er auf Rosinen und kandierten Ingwer beißt. Aber halb so schlimm... mehr für mich! :))
Die Cookies sind angenehm knusprig, und haben durch die Haferflocken eine tollen Geschmack. Highlight für mich ist der kandierte Ingwer. Insgesamt ein rundes Paket. Lecker! Das Rezept habe ich aus dem Buch "Backen mit Leidenschaft" von Isidora Popovic.
Es ist das erste Rezept, welches ich daraus gebacken habe. Und es hat mich voll überzeugt!

Zutaten für 16 Cookies
100 g weiche Butter
120 g brauner Zucker (original: 150 g)
1 EL Zuckerrübensirup
1 Ei
200g Weizenmehl
1/2 Tl Backpulver
1 Prise Salz
30 g kernige Haferflocken
70 g kandierter Ingwer, gehackt
70g Rosinen

So geht's
Mische Mehl, Backpulver, Salz und Haferflocken in einer Schüssel.
Schlage in einer anderen Schüssel die Butter mit dem Zucker cremig, so 2 Minuten. Füge dann das Ei und den Sirup hinzu, schlage eine Minute weiter. Rühre die Mehlmischung kurz unter die Buttermischung, arbeite dann Rosinen und Ingwer ein.

Forme den Teig zu zwei 5-7 cm dicken Rollen, lasse ihn 1 Stunde bis 1 Tag im Kühlschrank ruhen. Oder friere ihn ein.

Wenn du die Kekse backen möchtest, heize den Ofen auf 170 °C vor. Belege zwei Backbleche mit Backpapier. Nimm den Teig aus dem Kühlschrank, schneide jede Rolle in 8 Scheiben und lege jeweils 8 Scheiben auf ein Backblech. Backe die Kekse nacheinander etwa 20-25 Minuten, lasse sie nach dem Backen auf einem Backgitter auskühlen.

Habt es schön! Eure Lena

Dienstag, 15. März 2016

Cannelloni reloaded


Die Cannelloni sind zwar kein neues Rezept - aber ich musste sie einfach mal in ein neueres, und meiner Meinung nach schöneres Gewand kleiden. Denn hier wurden sie bei Kunstlicht aufgenommen, sehen eher unappetitlich aus, und das ganz zu unrecht. Dieses Ofengericht ist eines meiner liebsten, die Zubereitung geht echt ratzfatz und das Ergebnis ist ein Traum - logisch, wenn Tomatensoße, Parmesan, Ricotta und Brokkoli zusammentreffen.


Die Fotos konnten entstehen, da ich sie letztens für meine Cousine gekocht haben. Wir essen oft zusammen, und tauschen dabei Neuigkeiten aus. Quasi Kaffeeklatsch ohne Kaffee. Immer schön!


Schmeckt die Tomatensoße und die Ricottamasse unbedingt ab, dann gelingt das Rezept auf jeden Fall.
 
Zutaten für 2 Personen
12-14 Cannelloni
1 Brokkoli (500g), Stiel geschält
200g Ricotta
8 EL Parmesan, gerieben (etwa 50g)
3 Dosen Tomaten in Stücke à 400g
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL Tomatenmark
etwas Zucker

Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskat
getrockneter Thymian

So geht's
Heizt den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor, stellt eine Auflaufform bereit.
Kocht den Brokkoli in Salzwasser bissfest, lasst ihn in einer großen Schüssel, oder im abgegossenen Kochtopf etwas auskühlen.
Erhitzt währenddessen etwas Olivenöl in einer Pfanne und dünstet die Zwiebeln darin etwa 5 Minuten, bis die Zwiebeln glasig sind, schwitzt das Tomatenmark und den Knoblauch an, und gebt die Tomaten aus der Dose in die Pfanne. Würzt die Soße mit Salz, Pfeffer, Thymian und Zucker und lasst die aufkochen, schmeckt sie  nochmal ab und lasst sie 10 Minuten bei kleiner Hitze mit leicht offenem Deckel köcheln.

Püriert den Broccoli mit dem Zauberstab, entweder ganz glatt oder noch leicht stückig, einfach nach eurem gusto! Mischt den Ricotta, 4 EL Parmesan, Salz, Pfeffer und geriebene Muskatnuss unter und schmeckt kräftig ab. Nun kommt der lustige Teil!
Nehmt euch eine Spritztüte oder schneidet von einem Gefrierbeutel eine Ecke ab, fühlt die Broccolimasse hinein, und spritzt jeden Cannelloni damit voll (das braucht etwas Übung... was für ein Desaster es das erste Mal war! :D ), legt sie nebeneinander in die Auflaufform. Beträufelt die Röllchen noch mit etwas Öl, streut den restlichen Parmesan rüber und schiebt den Auflauf für 30-40 Minuten in den Backofen. Zwischendurch solltet ihr mal nachschauen, ob die Cannelloni komplett was von der Tomatensoße abbekommen, sollte dies nicht der Fall sein, müsst ihr sie zwischendurch mal wenden, sonst kann es passieren, dass manche Stellen nicht garen. (Da spielt dann auch die Größe eurer Auflaufform eine Rolle, am besten so eine wählen, wo die Cannelloni ziemlich genau reinpassen.)

Habt es schön!
Eure Lena

Donnerstag, 10. März 2016

Lieblingscookies - so fing mein Küchenwahn an!

Hab ich euch eigentlich schon mein Lieblingscookies Rezept mit euch geteilt? Nein?!?! Oh meine Güte, das sind die, mit denen alles anfing, die, die ich als eines meiner ersten Gebäcke in den Backofen schob, herausholte, hineinbiss - und ihnen verfiel. Oder noch besser gesagt: meine Backleidenschaft und der Küchenwahn waren geboren.
Es handelt sich dabei um ganz unspektakuläre American Chocolate Chip Cookies mit Nüssen und, ja, richtig, Schokolade. Ich habe danach noch unzählige andere Rezepte versucht, aber keines, wirkliche KEINES kam an diese Cookies heran. Sie sind leicht knusprig am Rand, aber weich und buttrig in der Mitte, hier und da beißt du auf eine Nuss oder ein Stück Schokolade. Beim Backen im Ofen darf der Boden nur ebenso anfangen zu bräunen, die Oberfläche der Cookies muss noch matschig aussehen. Genau dann holst du sie aus dem Ofen, genau dann haben sie ihre perfekte Backzeit hinter sich. Das kommt ganz auf deinen Ofen an, behalte sie deshalb gut im Auge. Ich backe sie manchmal auf 170°C dann wieder auf 180°C, aber ich glaube, sie gefallen mir mit der niedrigeren Backtemperatur besser, dann werden sie richtig schön "chewy"!


Zutaten für 2 Bleche Cookies
200g Butter, Zimmertemperatur
75g brauner Zucker
75g weißer Zucker
1 Pck. Vanillezucker
300g Mehl
1 Pr. Salz
1 Tl Backpulver
1 Ei
150g Schokolade und 50g Nüsse (oder so wie es euch gefällt), gehackt

So geht's
Mische das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver.
Mit dem Handmixer schlage die Butter und die Zuckerarten schaumig. So 2 Minuten. Richtig schön cremig, möglichst bis sich Butter und Zucker verbunden haben. Dann mixe das Ei nochmals 2 Minuten drunter. Hebe kurz und vorsichtig auf unterster Handmixer-Stufe die Mehlmischung unter. Dann die gehackten Nüsse und Schokoladenstücke unterheben. Den Teig mindestens 1 Stunde, am besten aber über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Belege zwei Bleche mit Backpapier.
Forme aus dem Teig Kugeln deiner Wahl, lege sie auf das Backblech und drücke sie etwas platt. Nun im Ofen backen. so 8-12 Minuten, schaue auf deinen Ofen, und guck, wann sie so aussehen, wie im Text (oben) beschrieben. Hole sie aus dem Ofen, ziehe sie nach einer kurzen Abkühlzeit vom Blech und lasse sie auf einem Backgitter auskühlen. Oder iss sie einfach sofort. :)


Und jetzt bin ich neugierig: Habt ihr ein absolutes "das ist mein Lieblingscookie-Rezept" und wie fing es bei euch mit dem Kochen oder Backen an?

Habe es schön!
Eure Lena

Freitag, 4. März 2016

Leibgericht - überbackener Fenchel

Wenn der Freund schon sagt: "Nein, wir essen nicht schon wieder überbackenen Fenchel", dann muss da wohl gerade wieder ein neues Leibgericht am Start sein. Und die müssen natürlich extra oft gegessen werden! Solange, dass er das fast gar nicht mehr essen mag. Ups...
Ja, genau, richtig. Ich mag Fenchel. Sogar sehr gerne. Und mit Tomatensoße, hier auch noch roter Bete und Mozzarella, ist er auch wirklich ein Gedicht. Wenn du jetzt den Kopf schüttelst und sagst:"Fenchel? Ich kenn nur diesen Fencheltee...", dann auf! in einen Laden, und eine schöne Fenchelknolle eingepackt.


Die Rote Bete lasse ich hier einfach mal weg, ich habe sie noch mit reingeschnippelt, da sie weg musste. :) Falls ihr sie aber wollt: am besten kleinschnippeln, auch 15 Minuten vorgaren und dann einfach mit in die Auflaufform schichten!

Zutaten für 2 Personen
1 große Fenchelknolle oder 2 kleine
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Dose gehackte Tomaten  (400g)
1 EL Tomatenmark
125 g Mozzarella

Salz
Pfeffer
Zucker
Thymian
Öl zum Braten

So geht's
Den Fenchel putzt du zuerst, dann halbierst du ihn und entfernst den Strunk. Fülle einen Topf zwei Finger breit mit Wasser, lege den Fenchel hinein, und gare in 10-15 Minuten, bis er bissfest ist.

Währenddessen bereitest du die Tomatensoße vor: Öl in der Pfanne erhitzen, schwitzt die Zwiebel 3 Minuten darin an, bis sie schön glasig ist. Jetzt fügst du das Tomatenmark und den Thymian (so 1 Teelöffel) hinzu. Lösche dies mit den gehackten Tomaten ab, würze mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker. Lasse die Soße 5-10 Minuten einköcheln.

Heize in der Zeit den Backofen auf 200 °C vor. Zerpflücke die Mozzarellakugel.
Gieße die Soße in die Auflaufform, lege den Fenchel schick hinein und bestreue das ganze mit Mozzarella. Im Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten überbacken.

Guten Appetit!
Lena

Dienstag, 13. Oktober 2015

Lutzs Rosinen-Scones nach Richard Bertinet


Tatsächlich ist der Herbst nun gekommen, es ist richtig kalt geworden und ich bin motiviert, in den Studienalltag zu starten. Was natürlich ganz viel lernen beinhaltet. Mir kommt das herbstliche Grau dafür gerade recht, denn bei Sonnenschein verirre ich mich selten an den Schreibtisch, was dann auch am Ende bei den Klausuren des Sommersemesters zum Tragen gekommen ist. 
Nichtsdestotrotz ist einer meiner größten Ansprüche an den Alltag, meine „Work-Life-Balance“ zu erhalten, deshalb kommt der Ausgleich in Form von Sport, Kochen und Backen natürlich nicht zu kurz. Und außerdem haben mein Freund und ich dieses Wochenende in Kopenhagen verbracht, ein richtig kleiner Mini-Urlaub. Wir haben nicht geplant, sondern einfach angeschaut, was uns so über den Weg lief. Das war herrlich entspannt, und besser hätte ich es mir nicht vorstellen können... :) 

Nyhavn

Vor gut 3 Wochen habe ich einen Sauerteigansatz gezüchtet, schon vor einem Jahr hat es mich in der Nase gekitzelt, dass zu machen, aber nun habe ich es endlich versucht, habe ihn fleißig gerührt und gefüttert, und siehe da – nun gibt es einen fröhlich, blubbernden, neuen Mitbewohner. Mittlerweile sogar schon zwei, da ich zunächst einen Dinkelansatz hergestellt habe, und von diesem nochmal was abgenommen habe, um ihn auf Roggen umzuzüchten.
Diese vielen Dinge, die man sich vornimmt, und wozu man einfach nicht kommt. Meistens muss man einfach nur anfangen…
Aber nun zu den Rosinen-Brötchen-Scones: sie sind so gut angekommen, dass die ganze Portion gleich schon wieder leer ist, und ich demnächst wohl neue backe. Kein Wunder, die Krume ist schön fluffig, die Kruste schön weich, wie bei Milchbrötchen. Der Teig ist mild-süß und durch die Rosinen nochmal fruchtig. Perfekt, einfach nur mit Butter oder pur. 


Momentan muss ich noch strikt nach Rezept gehen, und kann noch keine eigenen Kreationen zaubern, so wie ich es bei Muffins kann.
Eine Kleinigkeit habe ich zwar trotzdem umgewandelt, aber das zählt für mich kaum. Ich habe knapp 20% Vollkornmehl in den Teig eingearbeitet, dafür 5g mehr Sahne genommen, und außerdem habe ich im Hauptteig mit Dinkelmehl Type 630 statt Weizenmehl Type 405 gearbeitet.
Ich schreibe das Rezept so nieder, wie ich es umgesetzt habe, denn es hat vorzüglich funktioniert und geschmeckt.


Achtet darauf, dass ihr insgesamt 3 Tage braucht, ehe das Gebäck fertig aus dem Ofen kommt. Ich habe Montagabend um 21 Uhr gestartet, und konnte Mittwochmorgen um 9 Uhr duftende Scones aus dem Ofen holen.
Das Rezept ist vom Plötzblog, Lutz hat es von Richard Bertinet nachgebacken. Super lecker!

Zutaten für 8 Scones
Vorteig
50g Weizenmehl Type 550
50g Milch
0,1g Frischhefe

Weizensauerteig
50g Weizenmehl Type 550
50g Milch
5g Anstellgut

150g Dinkelmehl Type 630
50g Dinkelvollkornmehl
1g Salz (ich habe drei kleine Prisen genommen)
2g Frischhefe
90g süße Sahne
75g Puderzucker
75g Butter
140g Rosinen

1 Ei zum Abstreichen

So geht’s
Tag 1: Die Zutaten für Vorteig und den Weizensauerteig verrühren, bei Raumtemperatur 16-20 Stunden reifen lassen.

Tag 2: Alle Zutaten bis auf Butter, Zucker und Rosinen 5 Minuten lang zu einem glatten, festen Teig verkneten. Danach die Butter und den Zucker weitere 5 Minuten unterkneten. Dann etwa 15 Minuten kneten, bis ein glatter, homogener Teig entsteht, der sich gut von der Schüssel löst. Die Rosinen noch vorsichtig unterkneten. Den Teig abgedeckt 12-15 Stunden im obersten Fach des Kühlschrank reifen lassen.

Tag 3: Den Teig aus dem Kühlschrank holen und 1 Stunde akklimatisieren lassen. Dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem Viereck von 12x12 cm formen (dabei die Gase nicht rausdrücken!) und in vier Vierecke teilen, diese nochmal zu Dreiecken halbieren. In einem Bäckerleinen 1,5 Stunden zur Gare stellen. Währenddessen einen Backstein im Ofen auf 200°C vorheizen. Die Scones mit Ei abstreichen und auf dieser Temperatur etwa 20 Minuten backen.

Anmerkung: Ob der Backstein bei diesen unbedingt notwendig ist, kann ich gar nicht sagen, bei mir hat es super funktioniert, allerdings habe ich ihn genutzt, da ich auch noch eine Ladung der Buttermilch-Kanten gebacken habe. Auch ohne Backstein werdet ihr hier sicher ein gutes Ergebnis erzielen!


Habt es schön!
Eure Lena

Dienstag, 29. September 2015

Galette mit Zucchini, Kürbis und roten Zwiebeln

Diese Galette habe ich vor gut zwei Monaten bei Janina vom Blog "kleines Kulinarium" entdeckt, gleich kommentiert, weil mit Ricotta und Zucchini und so schön einfach. Und ziemlich schnell bin ich auch dazu gekommen, sie zu backen, etwas herbstlich angepasst.


Ich habe in letzter Zeit so viele Möglichkeiten entdeckt, die ich vorher zu blind/verplant/hektisch war, sie auszunutzen. Ich wohne auf dem Land, in einem kleinen Dorf. Nirgendwo ist es im Herbst leichter, saisonal und regional einzukaufen. Da mein kleiner Garten seine letzten Kürbisse nun schon losgeworden ist (ein bisschen gelogen, einer reift gerade noch heran, ich drück die Daumen, dass er genug Sonne bekommt), kaufe ich 2 Fahrradminuten entfernt bei einer Familie am mobilen Straßenstand meine Kürbisse. Äpfel kann ich mir gerade von unserem Apfelbaum klauen. Und endlich, endlich bin ich dieses Wochenende mal losgefahren und habe Milch direkt beim Bauern gekauft. Hab ich vorher tatsächlich nie gemacht. Warum? Fragt mich nicht, wobei es doch gerade genau das ist, wonach ich suche. Eier und Honig, einen Katzensprung entfernt. Puh, alles da. Ich musste einfach nur mal losgehen, zu den richtigen Leuten und nachfragen. :)


So, nun ist diese Galette mit Zucchini aus dem eigenen Garten, Kürbis aus Nachbars Garten und Eiern von glücklichsten Hühnern fast nebenan. Und geschmeckt hat sie traumhaft, gegessen abends, bei schönstem Herbstwetter, sodass meine Cousine und ich noch draußen saßen, bis uns zu kalt wurde.


Für eine Galette, ausreichend für 2 bis 3 Personen 
100g Dinkelmehl Type 630
125g Dinkelvollkornmehl
1 Tl Salz
1/2 Tl Backpulver
1 Ei
125g Magerquark
75g geschmolzene Butter

350g Kürbis und Zucchini, gemischt und küchenfertig (also ohne Kerne, Strunk etc.)
2 kleine rote Zwiebeln
1 Eiweiß
250g Ricotta (ich: 200g Ricotta + 50g Magerquark)
40g frisch geriebener Parmesan
Salz
Pfeffer
Paprikapulver, rosenscharf
1/2 Tl getrockneten Thymian

1 Eigelb
1 EL Olivenöl

So geht's
Bereite zunächst den Teig zu: mische dafür Mehle, Salz und Backpulver, knete Ei, Quark und Butter ein, bis ein glatter Teig entsteht. Drücke diesen flach und stelle ihn abgedeckt mindestens eine Stunde kühl.

Häute die Zwiebeln, schneide sie in dünne Ringe. Den Kürbis schneidest du in sehr dünne Scheiben, so 2mm, die Zucchini kann etwas dicker, 3-5mm.

Verrühre in einer Schüssel Ricotta, Parmesan, Eiweiß, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Thymian.

Heize den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche rollst du den Teig zu einem Kreis aus, er sollte 30-35 cm Durchmesser haben und 3-5mm dick sein. Verstreiche die Ricotta-Creme darauf, lasse zum Rand jedoch 5cm Platz. Verteile das Gemüse auf der Creme, klappe die Seiten ohne Creme rüber. Bestreiche diese mit dem Eigelb, beträufele das Gemüse mit dem Olivenöl. Backe die Galette 35 Minuten im Ofen auf der mittleren Schiene, bis sie schön gebräunt ist.

Habt es schön!
Eure Lena

Dienstag, 15. September 2015

Knusprige Kürbisspalten nach Conni

Kennt ihr noch die kleinen Pixie-Bücher von früher? Und die allercoolsten waren die, die Geschichten von Conni enthielten. Oh man, war ich stolz, wenn ich diese Bücher innerhalb weniger Minuten durchgelesen hatte. Sie waren ja auch winzig, aber trotzdem, als Kind ist das schon eine Leistung.
Darauf komme ich, weil ich von Connis Website (ja, Conni hat jetzt sogar eine Website) ein äußerst leckeres Rezept nachgemacht habe. Ich war ganz begeistert, als ich die heute gefunden habe, und hab gleich mal ein bisschen gestöbert, um noch auf das ein oder andere interessante Rezept zu stoßen.
Und das beste ist einfach die Sprache der Rezepte: kindgerecht, mit netten Anweisungen und fast immer gibt es einen Hinweis, dass doch bitte ein Elternteil dabei sein soll, wenn mit Hitze gearbeitet wird. Schön. :)


Gesucht habe ich nach knusprigen Kürbisspalten, und diese hier sind bezaubernd einfach und total lecker. Conni empfiehlt dazu einen Kräuter-Zitronenschmand, ich habe einfach Mozzarella mit Balsamico-Essig und Basilikum dazu serviert.


Solche Entdeckungen machen doch gleich gute Laune. Und wenn dann auch noch ein perfektes Abendessen dabei rauskommt, umso mehr!

Für 1 Backblech brauchst du
800g Hokkaido-Kürbis, entkernt und in 1 cm dicke Spalten geschnitten
50g frisch geriebener Hartkäse (original: Parmesan)
20g Semmelbrösel
eine Blätter Salbei (original: 6 EL gehackte Petersilie)
einige Stiele frischen Thymian
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

So geht's
Heize den Backofen auf 190°C auf, belege ein Backblech mit Backpapier.
Vermische den Hartkäse, die Semmelbrösel und die Zitronenschale. Hacke die Salbeiblätter fein und zupfe die Thymianblätter von den Stängeln. Gib sie zu dem Bröselgemisch, salze leicht und pfeffere.
Lege die Kürbisspalten dicht nebeneinander auf das Backblech, bepinsel sie gut mit dem Olivenöl. Nun jede Spalte mit der Mischung bedecken, sodass alle Spalten genug abbekommen haben. Die Bröselmischung etwas andrücken.
Im heißen Ofen 30 Minuten lang backen, bis der Kürbis gar ist und ein Messer leicht hindurchgleitet.
Mit Dip oder was euch so einfällt servieren.

Habt es schön!
Eure Lena

Mittwoch, 9. September 2015

Herbstlicher Auflauf mit Mozzarella und Parmesan - und ganz vielen frischen Kräutern

Es gibt wohl einfach Gerichte, die werden nicht hübsch, die wollen auch gar nicht hübsch sein, fotogen oder sonst was. Die wollen einfach nur schmecken, und den Abend versüßen.
Und das wollte genau dieser Gratin. Unter der sehr knusprig gebackenen Kruste war er perfekt, das Gemüse gut durch, angenehm gewürzt.


Manche Menschen treffe ich viel zu selten. Und das sind gerade die Menschen, die mir das Gefühl von zuhause geben. Gerade war ich am Fahrradreifen wechseln, als meine Cousine auf den Hof kam. Ganz unkompliziert gesellte sie sich einfach zu mir und half mir. Obwohl wir eine kleine Hürde zu nehmen hatten, über die wir zum Glück herzlich lachen konnten (Fahrradmäntel haben eine Rotationsrichtung - bei der Montage also darauf achten, ich wusste das vorher nicht), haben wir mein Rad wieder erfolgreich auf Vordermann gebracht.


Und Arbeit macht bekanntlich hungrig, so war der Gratin schon fast zu wenig für uns beide, aber wenn man genießt, und sich gar nicht pappsatt essen möchte, ist er genau richtig.

Der Kürbis ist wieder aus eigener Ernte, mein Gärtchen gibt langsam die letzten Früchte ab, die Zucchini legt nochmal richtig los, in einigen Tagen sollte ich von ihr nochmal gut ernten können.

Zutaten für 2 Personen
1 kleiner Hokkaido, gewürfelt
1 rote Bete
6 kleine Roma-Tomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
jeweils einige Zweige Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei
125g Mozzarella
50g Parmesan, gerieben
150g Saure Sahne
Salz
Pfeffer

So geht's
Wasche das Gemüse ab, halbiere den Hokkaido, entkerne ihn und schneide ihn in Würfel. Würfele auch die Rote Bete. Schneide die Tomaten in Scheiben. Häute die Zwiebel und den Knoblauch, schneide die Zwiebel in Ringe, den Knoblauch hackst du fein.
Wasche die Kräuter, und zupfe die Blättchen von den Stängeln, hacke sie fein.
Verrühre die Saure Sahne mit etwas Salz und Pfeffer.

Heize den Backofen auf 200°C vor, stelle dir eine Auflaufform hin. Verteile zunächst den Kürbis darin, darauf die Rote Bete und die Tomaten. Belege das Gemüse mit den Zwiebelringen und dem fein gehackten Knoblauch, streue die Kräuter rauf, salze und pfeffere. Gieße den Auflauf mit der Sauren Sahne an, streue den Parmesan rüber. Zum Schluss zerzupfst du den Mozzarella und verteilst ihn auf dem Auflauf. Bei 200°C  backst du den Auflauf auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten lang. Falls die die Oberfläche zu dunkel wird, decke ihn mit einem Deckel oder Alufolie ab, nach 45 Minuten schalte den Ofen aus, und lasse den Auflauf noch 10 Minuten darin rasten.

Habt es schön!
Eure Lena

Dienstag, 26. Mai 2015

Lauch-Tomaten-Muffins mit Feta und ein Picknick im Kanu

"...und jeder bringt was zu Essen mit. Selbstgemacht oder gekauft, bunt gemischt. Wenn wir nichts Selbstgemachtes mitbringen, ist's nicht schlimm, wir können auch eine Tafel Schokolade oder sowas kaufen.", meinte er.
Schweigen.
"Und das sagst du mir jetzt?!?", erwiderte ich.

Seit einigen Wochen ist geplant, zum Kirschblütenfest auf der Alster Kanu zu fahren. Wie gesagt, seit Wochen. Was mit bisher verschwiegen wurde, ist, dass wir ein Picknick im Kanu veranstalten, jeder bringt was mit, worauf er selbst Lust hat, und was natürlich auch verteilt werden kann. Und wann bekomme ich diese Information? Am Abend vorher.

Nunja, und da backen und kochen ja nicht gerade mein liebstes Hobby ist, bin ich selbstverständlich dafür, etwas zu kaufen. Klar! ;)
Nein, natürlich nicht! Bei solch einem schönen Anlass soll es nicht nur was Gekauftes sein. Leider fällt es mir meist unheimlich schwer, mich so kurzfristig zu entscheiden. Aber hey, besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Also den Kopf ein klein wenig angestrengt, die Idee war auch sofort da, kenn' ich eigentlich gar nicht so. Da ich jedoch schon lange mal herzhafte Muffins backen wollte, und sich diese auch absolut unkompliziert auf eine wacklige Kanu-Tour mitnehmen lassen, war der Plan schnell gefasst, ein Rezept zum Dran-Entlanghangeln fand ich in meinem Buch "Muffins" von Gemma Reece, irgendwann mal auf dem Flohmarkt für nen Euro erstöbert. Die "Lauch-Schinken-Muffins" wurden kurzerhand in "Lauch-Tomaten-Muffins mit Feta" umgewandelt. Geht doch! :)


Das letzte Problem? Das Rezept war noch nicht erprobt, und ohne Testessen kann ich sowas ja nicht unter die Leute bringen. Also wurde meine Lieblingstestschmeckerin - meine Ma - kurzerhand angewiesen, doch bitte noch vor 18 Uhr einen der Muffins zu probieren. Das ließ sich sich natürlich zum Glück nicht zweimal sagen, und das Feedback kam dann auch nachmittags: kannst du verteilen! Jipi!



Das Rezept ist auch wie die meisten Muffin-Rezepte nicht sonderlich kompliziert, trotzdem bin ich mir jedes Mal unsicher, denn es kann so viel schiefgehen. Teig zu trocken, Teig noch nicht durch, Teig zu salzig, zu wenig Salz, Muffins gehen nicht auf usw. usf. Worauf ihr bei einem Rührteig stets Acht geben solltet, ist, dass die Zutaten Zimmertemperatur haben, ansonsten kann echt nicht viel schief gehen. (Und wenn ich meinen Back-Jieper habe, dann achte ich nicht mal darauf. ;) )

Aber alles ok, und als vegetarisches Mitbringsel zu einem Picknick sind sie nun erprobt und als absolut geeignet abgesegnet worden. Was bringt ihr gerne mit für große Runden?

Zutaten für 12 Stück
1 Stange Lauch
Öl zum Braten

200g Weizenmehl Type 405
50g Weizenmehl Type 1050 (oder ebenso Type 405)
2 Tl Backpulver
½ Tl Natron
½ Tl Salz

300g Joghurt, 3,8% Fettgehalt
60g Butter, geschmolzen
1 Ei
50g Feta
2 Handvoll getrocknete Tomaten in Öl (hab ich leider nicht abgewogen, vielleicht so 100g)
½ Bund frisch gehackter Schnittlauch

So geht’s
Lege ein Muffinblech mit 12 Papierförmchen aus.

Putze den Lauch gründlich, und schneide ihn in dünne Ringe. Erhitze etwas Öl in einer Pfanne, brate den Lauch darin unter Wenden 2 Minuten an, stelle ihn beiseite und lasse ihn abkühlen. Zerkrümel den Feta mit einer Gabel, hacke die getrockneten Tomaten.
Heize den Ofen auf 180°C auf.

Mische die Mehle, das Backpulver, Salz und Natron in einer Schüssel.
Den Joghurt, die Butter und das Ei in einer anderen, großen Schüssel.
Rühre die gebratenen Lauchringe, den Schnittlauch, die Hälfte der gehackten Tomaten und den Feta unter. Gib nun die trockenen Zutaten in die Schüssel, und verrühre alles solange, bis es gerade verbunden ist, es dürfen noch trockenere und feuchtere Stellen vorhanden sein. Verteile den Teig auf die Mulden, streue die restlichen getrockneten Tomaten rüber und backe die Muffins im vorgeheizten Backofen 20-30 Minuten. Probiere nach 20 Minuten mit der Stäbchenprobe, ob die Muffins durchgebacken sind.  Lasse sie noch drinne, wenn noch roher Teig am Zahnstocher klebt. Sobald die Muffins fertig sind (kein Teig mehr am Zahnstocher) hole sie aus dem Ofen, lasse sie kurz im Blech auskühlen. Hebe sie dann auf ein Kuchengitter und serviere sie lauwarm, oder abgekühlt.

Habt es schön!
Eure Lena

Mittwoch, 13. Mai 2015

Spinat-Quiche mit Feta und versteckter Roter Bete


Wenn wir Dinge immer wieder machen, heißt es dann, dass sie gut sind? Vermutlich trifft das nicht auf alles zu.
Bei den Gerichten, die ich immer wieder koche oder backe ist dies definitiv der Fall. Ich für meinen Teil finde sie dann gut. So wie Quiche, geht irgendwie immer, passt immer und ich kann rauflegen, wonach mir der Sinn steht, oder was halt gerade weg muss. Dieses Mal war es wieder eine Mischung aus beidem.


Nach Quiche stand mir der Sinn, genauso wie nach Spinat. Der Basilikum-Tofu musste weg, die Rote Bete ebenso. Ach, und die Schlagsahne. Der Rest konnte, musste aber nicht.


Die Idee der Spinatquiche (ist nix Ungewöhnliches, klar :D) kam mir am Sonntag, als ich aus dem S-Bahn-Fenster schaute und überlegte, was ich Montagnachmittag wohl Schönes kochen könnte. Und mir war nach Quiche. Während der Zubereitung gestern, stellt ich dann fest, wie langweilig ich Rote Bete Würfel finden würde, und entschied mich kurzerhand, sie als Scheibchen auf den Boden zu legen, darüber eine gute Schicht Zwiebelhalbringe, ein Hingucker und Gaumenschmaus zugleich. Der Guss aus Spinat, Sahne, Milch, Eiern und Feta ist selbsterklärend - ich meine, wer mag bitte keinen würzigen Schafkäse in klassischer Kombi mit Spinat?!?! ;) Tomaten mit Basilikumtofu on top machen dann auch die Draufsicht ganz hübsch, denn mein Lieblingshighlight, die versteckte Rote Bete wird ja erst beim Anschneiden gefunden.


Diesmal habe ich nicht meine kleine schnucklige 24cm Quicheform genutzt, sondern endlich mal auf meine neue, große zurückgegriffen. Schlicht und hübsch, finde ich. Die Quiche ließ sich auch super aus der Form lösen, vorsichtshalber habe ich diese aber trotzdem gefettet und bemehlt, man weiß ja nie.


Und da diese Quiche gleich 3 Zutaten enthält, bei dessen Anblick ich früher nur angeekelt die Nase gekrauselt habe, möchte ich mit dieser an Jankes Geburtstagsevent "Geschmackswandel" teilnehmen. Richtig cooles Thema, wäre ich persönlich nicht drauf gekommen, wobei es so klar auf der Hand liegt. Also insgesamt das Gericht "Quiche" hätte ich sogar vor einigen Jahren noch nicht mal gegessen. Ich meine herzhafter Kuchen... äähm geht's noch? :D


http://jankessoulfood.blogspot.de/p/geschmackswandel-fruher-bah-heute-yeah.html

Alles Gute, liebe Janke, ich hoffe, ich kann deinen Geschmack einigermaßen treffen. Sonst in 7 Jahren... ;)

Außerdem kochte die Mädchenküche wieder ganz fleißig, diesmal drehte sich alles um den Spinat. Und heute haben alle Mädels gemeinsam gekocht, und bäääm! was haben sie gemacht?!? QUICHE! Da schließe ich mich dann doch gleich mal an! Gesammelt wird dieses Mal bei Frl. Moonstruck (klick). :)
Wer sich hinter der Mädchenküche versteckt? Das erfahrt ihr zum Beispiel auf ihrer Facebookseite. Wunderbares Konzept, und drangeblieben sind sie auch, so wie versprochen. Umso mehr freut es mich, diesmal teilnehmen zu können.

Zutaten für eine Quiche-Form 28cm Durchmesser
140g Dinkelvollkornmehl
110g Dinkelmehl Type 1050
5g Salz
100g Frischkäse*
100g Butter*
1 Eigelb, L *(Eiweiß nicht wegtun, braucht ihr noch!)

300g TK-Spinat, aufgetaut und ausgedrückt
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten und mit einer Gabel zerdrückt
1 Rote Bete, in dünne Scheiben geschnitten
4 Cocktailtomaten

100 ml Milch*
100 ml Schlagsahne*
3 Eier, L*
1 Eiweiß* (das, was vom Teig übrig blieb)
200g Feta*, mit einer Gabel zerkrümelt
Salz (bei mir 3 große Prisen)
Pfeffer
Chiliflocken, optional

Basilikum-Tofu, optional

So geht's
Zuerst bereitest du den Teig zu, dieser muss noch mindestens eine Stunde kühlen, bevor er verwendet wird. Hierzu mischst du Mehle und Salz mit Butter, Frischkäse und Eigelb in einer Schüssel und verknetest es rasch zu einem glatten Teig.

Stelle eine Quicheform bereit, die du eventuell fettest und mit Mehl einstäubst.

Bereite den Guss vor:
Ziehe die Zwiebel an, halbiere sie, schneide die eine Hälfte in Ringe (halbierte Ringe ;) ) und die andere Hälfte würfelst du.
Verrühre Milch, Sahne, Eier, Knoblauch, Zwiebelwürfel (!), den ausgedrückten Spinat und 150g vom Feta, würze die Mischung mit Salz, Pfeffer und etwas Chili.

Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.
Rolle den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf Form-Größe aus, sodass du auch noch den Rand legen kannst.
Drücke den Teig in die Form, und an den Rand, steche den Boden mit einer Gabel mehrmals ein. Backe ihn nun 8 Minuten auf mittlerer Schiene vor.

Nun kannst du die Tomaten waschen und halbieren. Hole den Teig aus dem Ofen, schichte die Rote Bete Scheiben rauf und auf diese die Zwiebelringe. Gib nun den Guss rauf, bestreue die Quiche mit dem restlichen zerkrümelten Feta und belege sie mit den halbierten Tomaten. Stelle den Ofen auf 200°C hoch und backe die Quiche etwa 40-45 Minuten lang, stelle den Ofen dann aus, lasse die Quiche aber noch 10-15 Minuten im Ofen, so ist der Guss komplett gestockt.

*Anmerkung meinerseits: bei Tierprodukten stehen Produkte aus artgerechter (Bio)-Haltung bei mir an erster Stelle. Bei euch auch? :)

Habt es schön!
Eure Lena