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Freitag, 27. März 2015

Auberginen-Ragout mit Cornbread

Hallo ihr Lieben!
Ich war etwas länger still hier, naja, zwei Wochen, nicht wirklich die Welt. Aber trotzdem möchte ich euch auf dem Laufenden halten. : )
Zum einen liegt das daran, dass ich momentan partout nicht so kreativ bin, was das Schreiben angeht. Rezepte hab ich noch einige rumfliegen, aber nur so kurz hingeklatscht, nee nee, das ist nicht in meinem Sinne. Die kleinen Schmankerl aus dem Leben gehören ja doch dazu.
Ja, ich bin nun seit zwei Wochen wieder Studentin. Durch mein duales Studium wechsele ich zwischen Betrieb und Hochschule, und nach dem Jahr arbeiten (puuuh...) und meiner erfolgreich bestandenen Prüfung zur Elektronikerin, darf ich jetzt endlich wieder studieren. Und bin sehr glücklich darüber, denn ich mag das einfach. Die Uni, die Leute, den Tag, den Stoff und einfach immer was Neues, Anderes, mal mehr, mal weniger interessant... ;)
Nun, dadurch war hier erstmal Flaute, denn ich bin zum Beginn des Semesters als Tutorin aktiv, um die Erstsemestler auf die Schrecken des Studiums vorzubereiten. Orientierungswoche heißt das bei uns. Ist immer hoch interessant, kostet Nerven, nervt manchmal auch ziemlich, wenn mal was nicht so klappt, wie vereinbart, ist aber eine ehrliche Bereicherung. So viele neue Gesichter, spannend. Ich habe Spaß, lache, treffe so viele neue, interessante und unterschiedliche Leute, und habe am Ende ein bisschen das Gefühl, dass ich da einigen Leutchen weitergeholfen habe, um den Studieneinstieg doch etwas besser bewältigen zu können.
Nun, die Zeit vergeht wie im Fluge, und dieses Rezept ist wie dafür gemacht. Unaufwendig, mit wenigen, einfachen Zutaten, ist es auch an einem Tag, der eigentlich 30 statt 24 Stunden haben sollte, mal schnell zwischen Tür und Angel gekocht.


Wie im vorletzten Post schon erwähnt, gibt es hier nun die Ergänzung zum Cornbread: ein fruchtig-würziges Ragout, was ganz hervorragend schmeckt, und von dem man sich auch gerne noch Nachschlag gönnen darf.

 

Darin landen Aubergine, Möhrchen und wer mag noch Bohnen, sanft geschmort in einer leckeren Tomatensoße. Nehmt zu dieser Jahreszeit besser Dosentomaten, denn die Tomaten, die ich momentan so in den Läden sehe, sind mehr rosa als rot. Zur Saison sollen es gerne frische sein! Genauso hervorragend wie das Cornbread, macht sich sicher Vollkornreis dazu, wenn es schnell gehen soll (noch schneller? :D ), dann greift zu Polenta, Couscous oder Bulgur.


Zutaten für 2 Personen
So oder so ähnlich mal in einem Alnatura-Magazin gesehen.

1 Aubergine
1 Möhre
1 Dose gestückelte Tomaten (400g)
1 EL Tomatenmark
1 Tl getrockneter Oregano
Zucker
Salz
Pfeffer
Olivenöl
optional: Schwarzaugen-Bohnen (hatte ich noch eingefroren und mussten weg), schwarze Oliven, Kapern (sehr lecker für die Würze)

So geht’s
Wasche die Aubergine und die Möhre, würfele die Aubergine in 2x2 cm große Stücke, schäle die Möhre und würfele diese in 1x1 cm große Stücke. 
Erhitze 2 EL Olivenöl in einer Pfanne, gib die Auberginen und Möhren hinein, und dünste sie unter Rühren 4 Minuten an. Streue den Oregano rüber, gib das Tomatenmark in die Pfanne und die gestückelten Tomaten, rühre alles zusammen und lasse es bei kleiner Hitze 15 Minuten einköcheln. Schmecke das Ragout gut mit Salz, Pfeffer und Zucker ab. Serviere dazu Cornbread, Polenta oder Reis. 

Habt es schön!
Eure Lena

Dienstag, 10. März 2015

Simpel, aber effektiv [Erdnuss-Hafer-Kekse]


Manchmal müssen es gar nicht viele Zutaten sein. Nein, oft ist gerade das Einfache das Beste. Zum einen, weil die Zeit, die zur Umsetzung benötigt wird, nur ein Minimum in Anspruch nimmt. Zum anderen, weil man kein Gourmet-fünf-Sterne-Koch sein muss, um die enthaltenen Zutaten herauszuschmecken.


Deshalb sind die Kekse, die es bei mir eigentlich immer gibt, simple Haferkekse. Aus denen sich diese leicht abgewandelte, aber überzeugend gute Variante ergab, als ich nun einige Erdnüsse unbedingt verbrauchen musste. Erdnuss-Hafer-Kekse.


Acht zu geben ist bei Hafermehl, dass es zusammen mit einem glutenfreien Mehl in diesen Keksen verbacken wird, ansonsten halten sie nicht zusammen. Dieser Fehler ist mir schon unterlaufen. Geschmeckt hatte die Variante ganz toll... Nur sind sie auseinander gebrochen, sodass sie sich besser als Knusperzusatz im Joghurt, denn als Kekse geeignet haben. ;) Deswegen hier die verbesserte, und tatsächlich blogreife Variante.


Hafer und Erdnüsse sind ganz wunderbare Energielieferanten, sowie Vitamin und Mineralstoffspender. Weswegen sonst isst mein Bruder, der täglich ins Fitnessstudio läuft, gefühlte 10mal die Woche Haferflocken mit Banane und schmiert sich Erdnussbutter ausf's Brot? ;) Hafer bringt viel Energie, belastet den Magen aber kaum.
Und da für mich ab der nächsten Woche wieder die Uni beginnt, ist der Bedarf an Nervennahrung vorprogrammiert!
Hafer liefert auf 100g ganze 12g Eiweiß, Erdnüsse ganze 26g auf 100g, welche überwiegend aus den essentiellen Aminosäuren besteht. Essentiell? Das bedeutet, unser Körper kann diese nicht selbst herstellen, also aus anderen Stoffen spalten, sondern sie müssen tatsächlich durch die Nahrung zugeführt werden. Check!
Das sowohl in Hafer, als auch in Erdnuss enthaltene Magnesium lässt uns entspannter sein, sowohl muskulär, als auch nervlich. Eisen ist für den Sauerstofftransport und die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin zuständig.
Zink sorgt für eine schöne Haut und ein straffes Bindegewebe.
Und wenn der Tag vorbei ist? Sorgt das Tryptophan in den Erdnüssen dafür, dass wir erholsam schlafen.  

Zutaten für 1 Backblech
150g Erdnüsse, geröstet und gemahlen
50g Weizenvollkornmehl
50g Hafermehl
70g Rohrzucker
1 Prise Salz
90g Butter
3 EL Milch

So geht's
Vermische die Erdnüsse, Mehle, Zucker und Salz in einer großen Schüssel. Gib Butter und Milch hinzu und verknete alles zu einem glatten Teig. Halbiere diesen und forme ihn zu Rollen mit 4 cm Durchmesser. Für einige Stunden oder über Nach in den Kühlschrank stellen.
Belege ein Blech mit Backpapier, Heize den Backofen auf 180°C vor. Schneide von den Rollen etwa 0,5cm dicke Scheiben ab, verteile sie auf dem Backblech. Backe die Kekse etwa 20 Minuten, bis sie ein goldbraune Farbe annehmen. Hole das Blech aus dem Ofen, und lasse die Kekse kurz auskühlen. Hebe sie dan vom Blech und lasse sie auf einem Backgitter komplett erkalten. 


Habt es schön!
Eure Lena

Donnerstag, 5. März 2015

Wirsing-Rouladen mit Quinoa-Füllung und Glücksmomente

Ein ganz normaler Sonntag an der Grenze zu Hamburg im März. Sonne und Wolken wechseln sich ab, immer wieder schauert es, zwischendurch gibt es auch mal Hagel. Das Wochenende war bisher sehr schön, und nun ist Sonntag, das heißt: es wird einfach gar nichts gemacht. Nein, nicht ganz richtig: es wird nichts Anstrengendes gemacht, sondern den ganzen Tag rumgedümpelt, und das erledigt, was Spaß macht und sonst nicht geschafft wird.
Gegen Mittag dann eine Nachricht. Ganz spontan, von einer Freundin, die ich länger nicht gesehen habe. "Wollen wir was unternehmen?" "Klar!"

Mittags düsen wir mit dem Fahrrad los. Gerade scheint die Sonne. Was für ein Glück! Zwei Stunden ist es schön. Und genau diese zwei Stunden nutzen wir für eine lange Radtour, für Gespräche. Und verabschieden uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn auf dem Rückweg fängt es nochmal richtig an zu hageln. Aber ich bin gleich zuhause, Tee und Kuschelpulli warten schon. Glück gehabt!
Ich bin durchgefroren, habe aber ein wohliges Gefühl im Bauch. Was jetzt noch fehlt? Eine leckere Mahlzeit.


Habt ihr schonmal Wirsingrouladen gemacht? Nein? Solltet ihr das vorhaben, plant Zeit ein. Das meine ich nicht negativ, nein. Das Gebinde und Gewurschtle ist wirklich kein Kinderspiel. Doch für mich war es pure Entspannung, der perfekte Abschluss für ein gelungenes Wochenende. Mit jedem Päckchen, was ich erfolgreich gebunden habe, stieg meine Vorfreude auf das fertige Gericht. Und, so lächerlich es klingen mag, ein bisschen stolz war ich auch. Irgendwie machen sie ja was her, diese Wirsingpäckchen.


Vor allem die Füllung ließ mich aufhorchen, als ich das Rezept aus einer bekannten Frauenzeitschrift riss. Quinoa. Haselnüsse. Linsen. Was eine Kombination! Einzig den Bauchspeck habe ich durch getrocknete Tomaten ausgetauscht. So bleibt ein kräftiger Geschmacksgeber enthalten, der dem Kohl ein guter Gegenpart ist. Gut gewürzt, ist dieses Gericht ein vegetarischer Seelenwärmer der feinen Art.



Es gibt viele Arten von Glück. An diesem Tag erlebte ich Ruhe, Wiedersehen und Vorfreude. Alles Momente, die mich glücklich machten und machen. Julias Blog kochlie.be feiert dreijähriges Bestehen. Mit einem der wunderbarsten Themen. Glück. Da nehme ich gerne Teil. Und teile mein Glück. Alles Gute, liebe Julia!

http://kochlie.be/2015/02/20/glueckskueche/



Je nach Größe eurer Blätter mag die Füllung für weniger als 12 Blätter reichen. Bei mir waren es 11. Schmeckt Quinoa und Linsen gut ab, damit sie neben dem starken Eigengeschmack des Wirsings noch zur Geltung kommen. Verwendet ihr veganen Rotwein, bleibt dieses Gericht vegan.

Gut vorstellen kann ich mir aber auch etwas Cremigkeit in der Füllung, die zum Beispiel mit 1-2 EL Crème fraîche erreicht werden kann.

Zutaten für 3-4 Personen
12 große Wirsingblätter
100g Quinoa
50g gelbe Linsen
3 Stängel Thymian, gewaschen
40g getrocknete Tomaten, gehackt
Cayennepfeffer
50g Haselnüsse, gehackt
2 Zwiebeln, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 rote Paprika, gewürfelt
150ml Rotwein

Salz
Pfeffer
Olivenöl

Küchengarn

So geht's
Bringe in einem großen Topf Salzwasser zum Kochen. Hierin blanchierst du die Wirsingblätter etwa 2 Minuten, schreckst sie ab und lässt sie in einem Sieb abtropfen. (Ich habe immer 4 auf einmal in den Topf getan und mit einer Schaumkelle vorsichtig wieder rausgehoben.)

Wasche die Quinoa und die Linsen gut unter fließendem Wasser ab. In einem kleineren Topf bringe 300ml Wasser (oder Gemüsebrühe) zum Kochen, gebe Quinoa, Linsen, Thymian und die gehackten Tomaten hinein. Lasse es 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln, bis das Wasser aufgesogen wurde. Schmecke die Mischung gut mit Cayenne, Salz und Pfeffer ab.

Nun kommt der Part, der Geduld erfordert.

Lege dir ein Brettchen bereit, und darauf ein Wirsingblatt. Wenn die Blattrippe zu dick ist, diese mit einem Messer abflachen. Gib nun etwas von der Quinoa-Mischung in die Mitte des Blattes (soviel, dass es in etwa für 12 Blätter reicht), klappe die untere Seite des Blattes rüber, dann falte die Seiten ein, und rolle das Ganze rouladenmäßig auf. Mit Küchengarn zu einem Päckchen zusammenschnüren. Und so geht's weiter mit den restlichen Blättern, bis alles aufgebraucht ist.

Nun erhitze in einer großen Pfanne oder ein Topf etwas Öl, brate die Paprika, Zwiebeln und Knoblauch kräftig an, nimm das Gemüse hinaus, gebe eventuell wieder etwas Öl in die Pfanne. Lege die Rouladen rein und brate auch diese von jeder Seite für etwa 1 Minute an. Gieße den Rotwein an, füge noch 400ml Wasser oder Gemüsebrühe hinzu und gib das Gemüse wieder in den Topf. Lasse alles bei schwacher Hitze etwa 25 Minuten köcheln. Zum Schluss schmecke den Sud ggf. noch mit etwas Salz ab. Serviere die Rouladen zusammen mit einem leckeren Kartoffelpüree, welches kräftig mit Muskat gewürzt ist.


Habt es schön!
Eure Lena


Dienstag, 13. Januar 2015

Falafeln und warum ich jetzt schon gärtnere

Ich bin langsam wieder dabei zu gärtnern. Jaja, ich weiß, draußen ist es alles andere als schön, und Samen aussäen bei dem Wetter? Lieber nicht. Aber der kleine Fensterbank-Garten, der darf langsam wieder aktiv werden.

Letztes Jahr hatte ich leider Pech mit meiner Paprika. Es sind zwar wunderschöne, große Schoten an den Pflanzen gewachsen. Da dies aber erst sehr spät, im Herbst geschehen ist, haben sie nicht mehr genug Licht bekommen - und meine eigentlich knallroten Paprika (so sahen sie zumindest auf dem Tütchen aus) sind grün geblieben. Und ich mag grüne Paprika gar nicht so gerne. Aber pssst.. ich will nicht meckern, immerhin hatte ich Paprika! :)

Nunja, deswegen habe ich mir vorgenommen, mich gleich am Anfang des Jahres schlau zu machen, wann was im Heimgarten gesät werden darf. Und Paprika kann gerne schon im Januar auf der Fensterbank gezogen werden, da die Pflänzchen echt lange brauchen, um groß zu werden, und Früchte zu tragen. So here we go: fülle ein kleines Töpfchen mit Anzuchterde, drücke mit dem Daumen eine Mulde hinein, das etwa 1cm tief ist. Hierein setzt du den Paprikasamen. Jetzt bedecke das Loch mit Erde und halte diese stets feucht, aber nie zu nass. Nach 10-15 Tagen sollte dein Pflänzchen das Licht der Welt erblicken.


Um nun aber mal zu zum eigentlichen Thema zu kommen: den Falafeln! Immer und immer wieder habe ich mir vorgenommen, welche zu machen. Doch bis auf meine Rote-Bete-Kichererbsenbällchen, habe ich noch keine Zustande bekommen, zumindest keine "normalen".
So ist das, einiges erledige ich, schwupps, sofort, und einiges bleibt einfach jahrelang liegen. Umso größer ist meine Freude dann aber, wenn ich es spontan doch mal hinbekomme. Der Grund? *Räusper* äähm, ja..., ehrlich gesagt war meine 500g-Packung Kichererbsen überfällig, und so habe ich alle auf einmal eingeweicht und gekocht. Ein Teil ist in diese Kichererbsen-Cookies gewandert und ein anderer Teil in die Falafel. Der Rest wurde erstmal eingefroren. Auf ein Curry hätte ich mal wieder Lust, und Kichererbsen machen sich da ganz vorzüglich drinne. Dann werde ich sie einfach aus dem TK holen und mit reinwerfen.


Haach, und bevor ich's vergesse. Fettige Falafeln in Öl frittiert gibt es hier nicht. Ich backe meine im Ofen, dadurch werden sie wohl nicht so herrlich saftig, aber nichtsdestotrotz sehr lecker, und auf das zusätzliche Fett kann ich gut und gerne verzichten.


Die Kichererbsen sind wahnsinnig gute, vegane Proteinlieferanten, enthalten eine Menge sättigende und verdauungsanregende Ballaststoffe und immerhin 6g Eisen pro 100 ungekochten Gramm. (Wir Frauen brauchen etwa 15g pro Tag.)
Da die Bällchen alleine zu trocken sind, unbedingt mit einem Dip servieren! Allerdings möchte ich sie gerne nochmal machen, und dann daran arbeiten, sie etwas saftiger zu bekommen. 

Zutaten für 15 walnussgroße Bällchen
1 kleine rote Zwiebeln, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
250g Kichererbsen, gekocht
1-2 EL Kichererbsenmehl
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Petersilie
2 Kardamomkapseln, optional
1 Tl Cumin
1 Tl Koriander
1/2 Tl Backpulver
1 Tl Kurkuma (optional, zur Färbung)
Salz
Pfeffer
1-2 EL Kokosöl, flüssig

So geht's
Zuerst wäschst du den Koriander und die Petersilie, zupfst die Blättchen ab und hackst sie fein. Öffne die Kardamomkapseln und zerdrücke die Kerne im Mörser.
Jetzt werden alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischt und entweder im Blender oder mit einem leistungsstarken Pürierstab zu einer Masse verarbeitet, Stückchen dürfen gerne noch vorhanden sein.
Schalte den Ofen auf 180°C und lege ein Blech mit Backpapier aus. Nun steche mit einem Esslöffel immer walnussgroße Stücke ab, rolle sie zwischen den Händen zu Kugeln und lege sie auf's Blech. Wenn die Masse komplett verarbeitet ist, schiebst du das Blech in den Ofen für 20-25 Minuten, bis die Falafeln von unten etwas Farbe angenommen haben.
Mit einem Dip und Süßkartoffelpommes servieren!


Habt es schön!
Eure Lena


Freitag, 8. August 2014

Rote Beete mit marinierten Belugalinsen und Mozzarella

Ihr Lieben, wenn ihr Rote Beete, Linsen und Mozzarella mögt, dann landet ihr mit diesem Rezept ungefähr im Himmel.
Der erdige Geschmack der Roten Beete, durch nichts überdeckt, da sie mit nur wenig Pfeffer und Salz im eigenen Saft im Ofen gart.
Die Beluga-Linsen, die in einer herrlich würzig-süßlichen Marinade übernachten.
Und der Mozzarella, der dieses Dreamteam durch seinen sanften Geschmack perfekt abrundet. 

Als ich die Marinade für die Linsen vorbereitete und mit ihnen vermischte, dachte ich noch so:"na, hoffentlich schmeckt das, sonst sind die ganzen schönen Linsen dahin". Ich bin nicht so der Freund die Freundin des Abschmeckens, irgendwie denke ich meistens "ach, passt schon". Meistens passt es dann auch wirklich. Ab und zu sollte ich jedoch doch mal Abschmecken... ;)

Aber nicht hier, alles richtig gemacht, das Rezept ist wirklich allererste Sahne, sodass ich es komplett empfehlen kann (einzig die Rote Beete habe ich anders zubereitet, denn im Ofen garen kommt mir aromatischer vor, als sie zu kochen).
Im Reformhaus gibt es monatlich?, wöchentlich?, ich weiß es nicht, auf jeden Fall gibt es da immer so kleine, coole Flyer zu bestimmten Produkten, und in dem war das Thema eben "Linsen". Jetzt, wo das erste Rezept daraus so ein Bombentreffer war, werde ich mich an den anderen bestimmt auch noch probieren. Für uns war es nämlich der perfekte Start ins Wochenende. :)


Zutaten für 2 Personen
2 Rote Beete (am liebsten mit Grün)
Salz
schwarzer Pfeffer
Olivenöl

70g Belugalinsen

2 EL weißer Balsamico-Essig
1 EL Agavendicksaft
15g mittelscharfer Senf
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1/8 Tl. Kräutersalz
etwas schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1/2 EL frisch abgezupfte Thymianblättchen (waren bei mir 5 Zweige)
1 EL Olivenöl

125g Mozzarella

wenn vorhanden: 
Rote Beete Blätter, fein gehackt
etwas Thymian und Salbei, fein gehackt

Zubereitung
Am besten am Vortag: Belugalinsen in einem Sieb unter klarem Wasser gut abspülen. Nach Packungsanweisung in der dreifachen Menge Wasser 20-30 Minuten gar kochen, in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen.

Für die Marinade alle Zutaten, bis auf das Öl mit dem Schneebesen verrühren, dann das Öl nach und nach unterschlagen. Mit den lauwarmen Belugalinsen vermischen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Backofen auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen, rote Beete schälen und quer halbieren. In eine Auflaufform legen, diese 1-2 cm mit Wasser füllen, sodass das Gemüse in etwas Wasser liegt. Mit 1 EL Olivenöl beträufeln, leicht salzen und pfeffern. Auflaufform mit Deckel oder Alufolie abdecken. Auf der mittleren Schiene etwa 1 bis 1 1/4 Stunden im Ofen garen. Mit dem Messer testen, ob das Gemüse durch ist.

Währenddessen Mozzarella in mundgerechte Stücke zupfen.

Gare Rote Beete aus dem Ofen holen, mithilfe einer Gabel festhalten und in dünne Scheiben schneiden, diese auf einem Teller anrichten, Belugalinsen darauf verteilen, mit Mozzarella, gehackten Rote Beete Blättern und evtl. Salbei und Thymian bestreut servieren.


Habt es schön!
Eure Lena

Freitag, 20. Juni 2014

Azukibohnen-Süßkartoffel-Burger auf Kohlrabi

Ihr Lieben!
Bricht die Wolkendecke über euch gerade auch nicht auf? Daddelt auch ihr den ganzen lieben langen Tag den Song von Pohlmann "Wenn jetzt Sommer wär'..." im Kopf rauf und runter? Guckt sehnsüchtig aus dem Fenster, ein Lächeln huscht beim kleinsten Sonnenstrahl über euer Gesicht?
Seht es einfach so: das was man nicht hat, das will man haben, und wenn es dann soweit ist, dann freut man sich wieder so richtig darauf. Besser, als wenn wir uns schon nach 5 Tagen Sonnenschein wieder das Genörgel von jeder Ecke anhören, von wegen "aaaach, es ist viiiiiiiel zu heiß...".

Und genau deswegen haue ich jetzt einen schönen Sommerpost raus, einen, der richtig Appetit auf das nächste Grill-Event macht, denn genau zu solch einem möchte ich dieses auch einreichen. Der Blog minzgrün von Aileen wird nämlich 1 Jahr alt, und da möchte ich gerne mitfeiern, denn sie hat echt tolle, vegetarische Ideen und Rezepte auf Lager, sodass ich bei ihr sehr gerne reinklicke. Passend zur Jahreszeit veranstaltet sie nun ein Blog-Event: Veggie-Grillen. Es sind schon einige tolle Rezepte dabei, ich hoffe, es werden noch viel viel mehr! Klickt doch mal rein!



Und was gibt es denn nun von mir? Einmal die Gemüse-Infusion überhaupt. Die Überschrift sagt ja schon viel, hinzu kamen noch Oliven, Zucchinischeiben aus dem Ofen sowie Kohlrabiblätter-Pesto (das Thema Resteverwertung soll ja weiterhin großgeschrieben werden!) sowie Tomaten-Aprikosen-Ketchup. Sonnenschein-Essen.



Und was ich dann ja so ganz nebenbei mal zugeben muss: ich habe das ja auch alles gar nicht auf dem Grill zubereitet. Es war einfach nur so mega Wetter und man konnte herrlisch draußen essen. Aber Burger und gebratene Zucchini?! Hey, wenn das mal nicht auch herrlich für ein Veggie-Grillen funktioniert! :) Ab in Alu und auf den Grill, von jeder Seite 10 Minuten, das müsste doch funktionieren!

Ich möchte euch noch was zu Azukibohnen mitgeben: das sind so kleine, purzelige rote Bohnen mit einem wunderhübschen weißen Strich irgendwo auf sich drauf. So wie die meisten getrockneten Bohnenarten solltet ihr sie mindestestens 8 Stunden einweichen. Ob das Einweichwasser dann zum Kochen genommen werden soll/kann, oder ob es weggeschüttet werden sollte, darüber habe ich noch keine überzeugenden Informationen finden können, bis jetzt habe ich es immer weggeschüttet, und sie mit frischem Wasser gekocht, da im Einweichwasser unter anderem die Phytinsäure der Bohnen vorliegt, welches die Mineralstoffaufnahme des Körpers hemmt. Andererseits lösen sich im Einweichwasser ja auch andere gesunde Stoffe, die durch das Wegschütten leider auch verloren gehen. Weiß jemand von euch Rat, oder hat Erfahrungen und Tipps? Immer her damit, ich wäre sehr dankbar dafür. :)
Nun aber zum positiven Kern der Kleinen: sie ist wieder mal toll eiweißhaltig (25g auf 100g Bohnen) und enthält einige B-Vitamine, welche wichtige für Stoffewechselfunktionen im Körper sind, sowie Kalium, Calcium und Eisen. Auch die Süßkartoffel in den Burgern ist nicht ohne, da verweise ich euch dezent mal hier hin (und wer sich dafür interessiert, reinklicken lohnt sich wirklich, die Süßkartoffel hat's faustdick hinter den Ohren!).

Was ich an der Süßkartoffel jedoch am allermeisten schätze, ist ihr unvergleichlich toller Geschmack. Ihre Süße harmoniert so perfekt mit Pikantem und Würzigem, sodass jedes Essen mit ihr zu einem echten Geschmackserlebnis werden kann, solange man ihr die richtigen Partner gibt.


Also, probiert es aus, es lohnt sich, versprochen!

Zutaten für 2 Personen
90g Azukibohnen, über Nacht in reichlich kaltem Wasser eingeweicht (oder etwa 170g gekochte)
1 Süßkartoffel (200g)
1/2 Zucchini, fein geraspelt (optional, hatte ich noch rumliegen)
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Chakalaka (oder anderes pikantes Gewürz)
1/2 Tl Oregano
Salz
schwarzer Pfeffer
Olivenöl
Polenta (optional)

1/2 Kohlrabi

Und so geht's
Die Azukibohnen im Einweichwasser etwa 40 Minuten gar kochen. Süßkartoffel gut waschen, in 3-4mm dicke Scheiben schneiden, mit 1 EL Olivenöl und Chakalaka mischen.

Ein Backblech mit Papier auslegen, den Ofen auf 200°C vorheizen.
Die Süßkartoffel auf dem Blech verteilen und etwa 25 Minuten garen, bis man mit einer Gabel reinpieksen kann. Nach 15 Minuten die fein gehackte Knoblauchzehe mit aufs Blech geben.

Azukibohnen abgießen. Mit Süßkartoffel,  falls vorhanden geraspelter Zucchini und Knoblauch in eine Schüssel geben. Mit den Händen oder einem Stampfer zu einer gut formbaren Masse verkneten. Mit Oregano, Chakalaka, Salz und schwarzen Pfeffer würzen. Zu Bulletten formen und ggf. in Polenta wälzen.

Kohlrabi schälen und quer in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden, diese von beiden Seiten mit Öl (ich hatte noch Öl von gtrockneten Tomaten, anderes geht aber sicherlich genauso gut) betreichen und von einer Seite pfeffern
Im heißen Ofen etwa 25-30 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Und alles alle. :)


Für das Kohlrabiblätterpesto hüpft doch hier herüber, die einzige Änderung, die ich vorgenommen habe: da ich nicht immer haufenweise Öl verwenden möchte, habe ich das ganze erstmal mit 2 EL Öl püriert, und es dann noch mit etwas in Wasser gelöster Gemüsebrühe und Zitronensaft, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Habt es schön!
Eure Lena

Donnerstag, 29. Mai 2014

Gebackenes Glück [Schokoladen-Cookies mit Schwarzen Bohnen]

Glaubt mir: bis jetzt habe ich immer gesagt:" ich mag keine Teige mit Schokolade, ich mag keine reinen Schokoladencookies, keinen Schokoladenkuchen, keinen Schokoladenpudding. Ist mir zu viel Schokolade." Ja, richtig, ich liebe Schokolade (siehe 'wer und warum')! Aber halt nicht, wenn ein ganzer Teig oder so daraus besteht.
Ja, egal, das ist alles von gestern.
Denn heute kommt das große "es gibt doch immer eine Ausnahme"-Monster....
ICH LIEBE MATSCHIGE SCHOKOLADEN-COOKIES. OH MEIN GOTT, die sind ja sowas von lecker. Einfach zum Reinfallen!

Und in diese Kekse, glaubt mir Mädels, da könnt ihr echt reinfallen.
Ich zähl' mal ungefähr auf, was drinne ist: schwarze Bohnen, Kakao, Kokosöl, Cayennepfeffer, Ahornsirup, Chiasamen. Jap, jetzt kann die Kinnlade wieder hockgeklappt werden.

Und ganz, ganz großes Engelchen-Ehrenwort: es ist nicht rauszuschmecken, nicht mal ein klitzekleineswinziges Bisschen, dass Bohnen die Grundlage für den Teig sind. Ich konnte es auch nicht glauben, und was meint ihr, wie es mich in den Fingern gekribbelt hat, bis ich in den ersten Keks reinbeißen konnte...


Ich würde mal sagen: nährwerttechnisch landet man mit diesen Cookies schonmal einen Volltreffer. Und es kommt noch besser: geschmacklich nunmal auch. Interesse an den ganzen Wunderdingen?
Chiasamen sind ja in letzter Zeit ganz populär geworden, die kleinen Wunderdinger sind eiweiß-und ballaststoffreich und sind eine hervorragende Quelle für Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Außerde enthalten sie Kalium, Calcium, Eisen, und und und... ich komm schon ganz aus der Puste. Wer es ganz ausführlich möchte *klick*. Kurz gesagt: Chiasamen zählen zu den Superfoods!
Schwarze Bohnen liegen unter ihren Artgenossen ganz weit vorne: gesund sind sie alle, denn sie bringen wertvolles pflanzliches Eiweiß, viele Ballaststoffe und Bitterstoffe, die den Cholesterinspiegel senken mit sich. Jedoch sind in den schwarzen Bohnen am meisten Antioxidantien enthalten, die unsere Zellen vor freien Radikalen, also zum Beispiel vor Krebszellen, schützen.
Über Kokosöl hat Veronika von carrotsforclaire sich ganz toll belesen, hüpft doch rüber, wenn ihr Interesse habt.
So, und meine Lieblingszutat Schokolade bzw. sogar noch besser, reiner Kakao ist auch drin. Und was ist damit?! Hihi, naja ersteinmal, und das weiß jeder, soll Kakao ja glücklich machen. Serotin, Dopamin und noch weitere Stoffe regen das Gehirn an, Glückshormone auszuschütten. Außerdem ist Kakao eine der besten Magnesiumquellen, welches für ein gesundes Herz, und entspannte Muskeln sorgt, und kopfschmerzenlindernd sowie entzündungshemmend wirkt. Auch wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe sind enthalten, hierzu zählen Calcium, Kalium und Eisen. Ach ja, und voller Antioxidantien, so wie die Bohnen, ist Kakao auch noch.



Noch Fragen?! Falls nicht, dann losgebacken!
 
Zutaten für 9 große Cookies
250g gekochte schwarze Bohnen (Hinweis: 100g getrocknete Bohnen sind etwa 235g gekochte)
37g Kakaopulver
45g (=2 EL) Kokosöl
¼ Tl. gröberes Meersalz und etwas mehr zum Rübersprenkeln
¼ Tl. Cayennepfeffer
2 EL Chiasamem (oder 2 EL Leinsamen oder 2 kleine Eier) (ich: 1 Ei und 1 EL Chia)
1 Tl. Vanilleextrakt
80ml Ahornsirup (oder Honig oder Agavendicksaft)
50g Bitterschokolade (mit 80% Kakao oder mehr), gehackt
50g getrocknete Cranberries oder Sauerkirschen

Zubereitung
Den Backofen auf 170°C vorheizen, ein Backblech mit Papier auslegen.

Solltet ihr Chiasamen benutzen, dann diese mit Ahornsirup und Vanilleextrakt in einer seperaten Schüssel mischen und beiseitestellen.

Bohnen, Kakaopulver, Kokosöl, Salz, Cayenne im Blitzhacker zu einer geschmeidigen Masse rühren.
Ahornsirup, Vanilleextrakt und Chiasamen unterrühren. Der Teig ist nun sehr flüssig, das ist aber in Ordnung so. Jetzt die Bitterschokolade und die Cranberries kurz unterheben.

Mit einem Esslöffel neun gleich große Kreise auf das Backblech setzen. Da die Cookies nicht mehr auseinanderlaufen, sollen es wirklich Kreise und keine Häufchen sein.Meersalz rübersprenkeln (gaanz wichtig!).

15 Minuten backen, bis die Cookies komplett trocken aussehen (glaubt mir, sie sind trotzdem super chewy!). Die Ränder müssten leichte Farbe angenommen haben. (Was bei Schokokeksen ja leider eher nicht zu sehen ist. ;) )

Auskühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Über die Lagerfähigkeit kann ich leider noch nichts berichten. 

An dieser Stelle ein großes WOW für Sarah von mynewroots, bei ihr habe ich dieses tolle Rezept nämlich gefunden. 


Ich würd mal sage: reinbeißen und genießen!
Habt es schön,
eure Lena

Dienstag, 6. Mai 2014

Bunte Bulgursuppe

Ich habe hier mal wieder eine ratzi-fatzi Suppe für euch, echt, die war so schnell gekocht, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Kurz Gemüse geschnippelt, angebraten, aufgegossen, köcheln lassen, gewürzt, fertig. Wer mag, bestreut sie außer mit Petersilie noch mit Parmesan. Bringt extra Würze.
Gedacht war sie als Mitnehm-Essen für die Firma (jahaaaa, meine Kollegin und ich sind seit Kurzem stolze Besitzerinnen einer EIGENEN Mikrowelle im Büro, das ist sooooooo cool!!!!!), gefuttert wurde sie aber jetzt spontan von meiner Lieblingsmitesserin und mir, und geschmeckt hat sie uns beiden sehr gut. Mal sehen, ob sie es das nächste Mal bis ins Büro schafft....


Zutaten für 2 Portionen
1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
100g weiße Bohnen, vorgegart
1 Tomate, fein gewürfel
1 große Möhre, fein gewürfelt
100g Zuckerschoten, ggf. halbiert
1 El Olivenöl
60g Bulgur
600 ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
Kräutersalz
Pfeffer
1 handvoll gehackte Petersilienblätter

Und los
In einem Topf das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin 4 Minuten glasig dünsten, Lorbeerblatt, Tomate und Möhre hinzufügen, mit Gemüsebrühe auffüllen. Aufkochen lassen und Bulgur einrühren. Bei schwacher Hitze halb offen 15 Minuten köcheln lassen. Nach zehn Minuten Zuckerschoten und weiße Bohnen dazugeben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie bestreut servieren.


Habt es schön!
Eure Lena

Samstag, 3. Mai 2014

Kichererbsen-Süßkartoffel-Pfanne aus dem Ofen [und: Zucchini ist gewachsen!]

Diese Gemüsepfanne ist nach dem Prinzip: "so, was muss noch weg, und was möchte ich schon ewig mal ausprobieren" entstanden.
Was noch wegmusste? Die Süßkartoffel, die kleinen Tomaten und die Limette.
Was ich schon lange liegen hatte und unbedingt probieren wollte? Ich muss zugeben, bis jetzt war ich immer so gemütlich und habe Kichererbsen aus der Dose verwendet, habe mir aber schon vor einiger Zeit getrocknete gekauft. Nur, wenn ich was mit Kichererbsen machen wollte, dann meist so spontan, dass 12 Stunden einweichen einfach nicht mehr drinne waren...
Diesmal hat's allerdings geklappt, ich wusste schon am Vortag, das ich unbedingt was damit kochen möchte, und so konnte ich sie abends in reichlich kaltem Wasser einweichen, am nächsten Tag hatten die Kleinen sich ordentlich mit Wasser vollgesaugt, und ich habe sie nochmal gründlich abgespült und dann etwa eine Stunde gar gekocht. Die Kochzeit variiert, je nachdem, was ihr für welche habt, meine waren von alnatura. Guckt einfach auf die Packung. :)

 

Das Ergebnis war eine sehr zufriedenstellende Resteverwertung, die Kichererbsen nussig mit leichtem Biss, die Süßkartoffel würzig-süß und abgerundet wird das Ganze durch fruchtige Minitomaten. Dazu haben wir Feta und scharfen Ajvar gegessen, was super gepasst hat!

Einzuplanen ist, dass die Kichererbsen für mindestens 12 Stunden eingeweicht werden müssen! Wer spontan sein will, nimmt die aus der Dose.
Zutaten für 2 Personen
1 Süßkartoffel
100g getrocknete Kichererbsen
1-2 Lauchzwiebeln (je nach Dicke)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
10 kleine Tomaten, abgewaschen

1 EL Olivenöl
1 EL Chakalaka

etwas Limettensaft
Salz
Pfeffer
1/2 Bund Petersilie, die Blättchen abgezupft und fein gehackt

nach Belieben: 200g Fetakäse und einige EL Ajvar

Und so macht ihr's
Die Kichererbsen nach Packungsanweisung in kaltem Wasser für mindestens 12 Stunden einweichen.
In ein Sieb geben und gründlich abspülen, dann in einem Topf mit Wasser bedecken und 1 Stunde (oder nach Packungsanweisung) garen.
In einem Sieb abtropfen lassen.

Währenddessen die Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden.
Lauchzwiebeln waschen, das Grüne abtrennen und in Ringe schneiden, beiseite legen. Das Weißliche halbieren und in 0,5 cm lange Streifen schneiden.

Den Ofen auf 200°C vorheizen

In einer Aufflaufform Süßkartoffelwürfel, gehackten Knoblauch, gehacktes Weißes der Lauchzwiebeln, Öl und Chakalaka-Gewürz mischen. Im Ofen etwa 1 Stunde garen.
Nach der Hälfte der Zeit die Tomaten und die Kichererbsen hinzufügen, salzen und pfeffern, und für weitere 30 Minuten in den Ofen geben.

Nach Ende der Garzeit mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie und Lauchzwiebelgrün bestreut servieren. Bei uns gab es dazu Ajvar und Feta.



Achso, und wahrscheinlich kommt jetzt die Frage auf, ob ich einen Unterschied zwischen den "frisch gekochten" und den Kichererbsen aus der Dose geschmeckt habe?!
Hm, ich kann es ehrlich gesagt nicht genau sagen, dafür habe ich schon zu lange keine Kichererbsen mehr aus der Dose einfach so gegessen, die letzten, die ich verarbeitet habe, sind in den Rote-Bete-Kichererbsen-Bällchen gelandet. Und da waren sie, nun ja, nicht mehr wirklich Kichererbse, sondern Kichergemansche oder so. Ich werde berichten, sobald ich den Vergleich mal gemacht habe. :)

Wuhuuuuu, und mein kleiner Fensterbank-Garten macht sich prächtig! Die Winzi-Zucchini gehen jetzt schon zur Grundschule, so groß sind sie geworden.


Und sie haben auch noch Kollegen bekommen: Paprika. Die will jetzt auch noch groß und stark werden. Was ihr bei Paprika beachten solltet? Vom Ding her pflanzt ihr sie wie die Zucchini, nur die Samen sind viel kleiner, die buddelt ihr einfach 0,5-1cm tief ein. Und gut wässern! Nicht ertränken, aber stetig feucht halten.


Habt es schön!
Eure Lena

Sonntag, 13. April 2014

Belugalinsen-Ragout mit gebratenen Champions [oder: unbedingt ausprobieren!]

Es gibt Essen, die sogar "das mag ich aber eigentlich gar nicht"-Esser überzeugen. Davon hatte ich letztens einen im Hause, und wir hatten geplant zu kochen.
Und dieses Rezept, gefunden auf reformhaus.de, lag schon zwei, drei Monate bei mir rum, wabberte bestimmt 2 Mal wöchentlich durch meinen Kopf und wollte unbedingt gekocht werden. Als ich dann verkündete, wir kochen mit Linsen, sah ich erstmal eine kleine Welt untergehen... uups. Aaaaber...man ist ja experimentierfreudig, und so war er bereit, es doch mal auszuprobieren. Zum Glück, muss ich euch sagen, denn länger hätte ich echt nicht warten sollen, das Rezept nachzukochen, so lecker fand ich es, und auch der Mitesser war mehr als positiv überrascht. Win-win-Situation, würde ich sagen. ;)



Zutaten für 2 bis 3 Portionen
125g Beluga-Linsen
500ml Gemüsebrühe
2 kleine, rote Zwiebeln, fein gewürfelt
10g Butter
Meersalz
schwarzer Pfeffer
1/4 Tl Rohrzucker
1/2 EL Weizenmehl Type 1050
50 ml Weißwein
1 gestrichener EL scharfen Senf
Saft von 1/2 Zitrone
70g Crème fraîche
2 Gewürzgurken, fein gewürfelt
2 EL gehackte Petersilie
4 getrocknete Tomaten ohne Öl, fein gewürfelt

150g kleine Champions
2 gekochte Kartoffeln (am besten vom Vortag), gewürfelt
Rapsöl

Und so geht's 
Die Belugalinsen in ein Sieb geben, gut waschen und in 375ml Gemüsebrühe etwa 30 Minuten (oder nach Packungsanweisung) garen. Anschließend in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.

Die Butter in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig dünsten. Mit Salz, Pfeffer und dem Rohrzucker würzen, das Mehl darüberstäuben und verrühren. Restliche Brühe (=125 ml) und Weißwein angießen und unter Rühren aufkochen lassen, sodass die Mehlschwitze andickt.

Senf, Zitronensaft und Crème fraîche in die Soße rühren, abgetropfte Linsen und Gewürzgurken dazu geben, nochmals mit Salz, Pfeffer, Zucker, und evtl. Senf abschmecken, 15 Minuten durchziehen lassen.

Währenddessen Champions mit einem feuchten Küchentuch putzen, halbieren oder vierteln.
1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, erst die Kartoffelstückchen einlegen, dann die Pilze dazugeben. Unter gelegentlichen Rühren etwa 8 Minuten goldbraun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und die getrockneten Tomaten in dieser kurz erwärmen.

Das Ragout mit dem Gemüse auf Teller anrichten, mit Petersilie bestreuen und genießen.



Und auch am nächsten Tag schmeckt das Ragout noch umwerfend. Da wir Bratkartoffeln und Pilze allesamt verschmäht hatten (klar, frisch aus der Pfanne ist's doch am besten), das Ragout aber insgesamt zu viel für uns war, habe ich es mir einfach nochmal aufgewärmt, eine kleine Tomate und noch zwei Gürkchen zusätzlich reingeschnippelt, und hatte ohne viel Aufwand nochmal ein köstliches, sättigendes Essen.


Habt es schön!
Eure Lena


Sonntag, 6. April 2014

Rote Linsensuppe mit würzigen Spinatklößchen

Hallihallohallöchen ihr Lieben!
Mir war gestern so richtig suppig zumute. Am Freitag, als es draussen so pipimäßig war, habe ich nämlich total gefroren, und was wärmt besser, als Suppe?
Eigentlich hatte ich schon seit einigen Tagen ein anderes Gericht im Kopf, eingekauft war dafür auch schon. Aber, ach, was soll's dann kommen halt genau diese Zutaten mit ins Süppchen.
Kurz, knapp, konkret: es gibt Suppe aus Linsen und Möhren, mit Spinatklöschen. Soulfood eben. ;)
Schön cremig ist sie geworden und der knallig grüne Spinat gibt einen kleinen WOW-Effekt.
Die Spinateinlage war toll, ich finde frischer Spinat ist sowieso ein Knüller, die Suppe hätte etwas mehr Schärfe oder Würze haben können. Aber das kann ja das nächste Mal besser gemacht werden. 


Zutaten für 2 Personen
100g rote Linsen
1 große Möhre, gewürfelt
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kleine grüne Peperoni, entkernt und fein gehackt
je 1/2 Tl Madras Curry, mildes Curry und Cumin
1/2 Liter Gemüsebrühe
3 Tl Zitronensaft
2 große EL Joghurt
1/2 Tl Schutzengel-Gewürz von Sonnentor (kann weggelassen werden, wenn ihr's nicht habt)
etwas geriebener Ingwer
Salz
Pfeffer
Öl

etwa 200-300g frischen Spinat
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
30g Quark
20-30g Cashewkerne, geröstet und gesalzen, fein gehackt
ggf. Salz
Pfeffer

Zubereitung
1 EL Öl in einem Topf erhitzen, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch und Peperoni darin 3-4 Minuten unter ständigem Rühren anschwitzen. Mit den Curries und Cumin bestäuben und die Linsen einrühren, anschwitzen, bis die Gewürze duften. Dann mit 400ml Gemüsebrühe ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen, evtl. noch Brühe nachgeben.

Währenddessen den Spinat waschen und verlesen. Die nicht essbaren Teile (Stiele, oder sind die essbar? Ich weiß es gar nicht) abschneiden, die Blätter grob hacken.
In einem kleinen Topf 1 Tl Öl erhitzen und Knoblauchzehe und tropfnassen Spinat hinzufügen, bei geringer Hitze etwa 3 Minuten zusammenfallen lassen. Etwas salzen.
Den gut ausgedrückten Spinat mit Quark und Cashewkernen pürieren, abschmecken.

Die Suppe mit dem Zauberstab pürieren, Joghurt einrühren und mit Salz, Pfeffer, geriebenem Ingwer, Zitronensaft und ggf. dem Schutzengel-Gewürz abschmecken.

Auf zwei Teller verteilen, mit einem Teelöffel Nocken des Spinatpürees abstechen und in die Suppe geben.

Anmerkung/Tipp: Wir fanden, die Suppe hätte noch ein bisschen mehr Würze/Schärfe haben können, deswegen würde ich das nächste mal 1 kleine, gehackte Chilischote mit andünsten.

Und schwupp, da fällt mir doch gerade noch das laufende Blogevent von Obers trifft Sahne bei Zorra ein! Meine Suppe soll da nicht fehlen, und der alte großmütterliche Löffel auch nicht! Also, eingereicht:

Blog-Event XCVII - Lieblingslöffelessen (Einsendeschluss 15. April 2014)

Genießt, ruht euch aus und
habt es schön!
Eure Lena

Freitag, 28. März 2014

Erdnuss-Koriander-Pesto

Manchmal schaffe ich es, ein Rezept, dass ich gesichtet habe, sofort auszuprobieren. Passiert selten, aber dieses hier war so eins.

Beim Durchgucken eines meiner Kochbücher, habe ich dieses Pesto entdeckt. Da ich gerade Erdnüsse und Koriander da hatte und das sowieso verbrauchen wollte, was passt da besser, als das gleich mal auszuprobieren? 

Das Pesto ist wirklich Geschmackssache, denn es ist sehr extrem. Koriander ist, glaube ich, eines der Kräuter, welches man entweder liebt, oder hasst. Er schmeckt scharf-bitter, und das kommt in dem Pesto sehr durch, da er hier wirklich in konzentrierter Form vertreten ist. Aber ich finde, mit den Erdnüssen wird es richtig interessant. Außerdem habe ich gleich ein Dressing damit kreiert (Rezept weiter unten), welches wir zu Feldsalat gegessen haben. Perfekt stelle ich mir auch einen Kartoffelsalat damit vor, will ich auf jeden Fall ausprobieren. Und auch andere Ideen habe ich schon: vielleicht pochiertes Ei mit Joghurt-Erdnuss-Koriander-Soße oder Spaghetti in Erdnuss-Koriander-Zitronen-Sahne...? Mmmmh, also, wer Koriander mag, der wird mit diesem Pesto bestimmt einige interessante Küchenexperimente machen können. Tim Mälzer (von dem habe ich das Pesto-Rezept) hat es übrigens zu Lachs serviert.


Zutaten 
75g Erdnüsse, geröstet und gesalzen, fein gehackt
1 Bund Koriander
6-8 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig

Zubereitung
Den Koriander waschen, trockenschütteln, die Enden der Stiele abschneiden und wegwerfen, den Rest fein hacken.

Erdnüsse, Koriander und Olivenöl in den Mixer geben, und zu Pesto verarbeiten, bei Bedarf mehr Olivenöl hinzufügen. Zum Schluss mit Weißweinessig abschmecken.


Ich habe das Pesto gleich in ein Salatdressing experimentiert, was uns sehr gut gefallen hat.

Erdnuss-Koriander-Buttermilch-Dressing
Zutaten
2 gehäufte Tl. Pesto
1 gehäuften EL saure Sahne
50 ml Buttermilch
1 Bio-Zitrone
2 Tl. Rapsöl
1 Tl Weißweinessig
1/4 Tl Zucker (optional)
1/2 Tl Honig
Salz
Pfeffer

Und los
Die Zitrone heiß abwaschen, etwas Schale abreiben, die Zitrone auspressen.

Alle Zutaten mit einem Schuss Zitronensaft und der Schale in ein Schraubglas geben, Deckel rauf, durchschütteln, mit Salz unf Pfeffer abschmecken, fertig.
Wir haben Feldsalat damit gegessen!

Kommt gut in's Wochenende, ihr Lieben!
Eure Lena

Samstag, 8. März 2014

Mexico-Zucchini und Quinoa-Matsch

Leute!
Es kommt ja fast Urlaubs-Feeling auf, bei diesem grandiosen Wetter. Ich -Frostbeule von Haus aus- war nur mit dünner Jacke draußen, und nicht wie sonst dick eingemumelt in meiner Winterjacke. Das ist soooo schön. 
Frühling, du bist herrlich!

Passend dazu gab's heute schon ein ganz sommerliches Essen. Überbackene Zucchini, dazu brauche ich wahrscheinlich nicht viel sagen. Ich hab' sie im Mexico-Stil gehalten, mit Bohnen, Mais, Peperoni und Tomaten. Dazu Quinoa-Matsch. Der Matsch, das ist meine große, grüne Liebe, die Avocado. Ein paar Gewürze rein, durchgematscht und unter die Quinoa gerührt, fertig, lecker.


Zutaten für 2 Personen
1 größere Zucchini
1 Tl Aglio-e-oglio-Gewürz 
1/2 EL Tomatenmark
1 Peperoni, entkernt, gehackt
1 Handvoll Mais
1 Handvoll weiße Bohnen
1 rote Zwiebel, fein gehackt
1/2 Dose geschälte Tomaten oder 2 Tomaten, fein gehackt
1 EL Olivenöl

70g Quinoa
1/2 Avocado
1 Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
etwas Basilikum oder Petersilie

Salz 
Pfeffer
Zucker

Zubereitung
Den Ofen auf 200°C vorheizen.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen, Aglio-e-oglio-Gewürz und Tomatenmark darin anschwitzen. Mais, Bohnen, die Hälfte der gehackten Zwiebel und die Peperoni dazugeben und unter Rühren 2 Minuten mitdünsten. Tomaten hinzufügen und bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten weich werden lassen. Mit Salz, Pfeffer und 1/2 Tl Zucker würzen. 
 Aus der Pfanne nehmen, und die andere Hälfte der Zwiebeln seperat andünsten, beiseitestellen.

Zucchini waschen, der Länge nach halbieren und mit einem Teelöffel die Kerne rauskratzen, etwas salzen. In eine Auflaufform setzen. Die Öffnungen mit der Bohnen-Mischung füllen. (Das, was nicht hineinpasst einfach -schwupps- mit in die Form.)

25-30 Minuten auf mittlerer Schiene weich backen.

Währenddessen die Quinoa in ein Sieb geben und mit warmen Wasser abwaschen, so entfernt ihr die Bitterstoffe. In der 2 1/2-fachen Menge Salzwasser 20 Minuten kochen lassen (zwischendurch mal nachchecken, ob noch Wasser nachgekippt werden muss), und danach noch 5 Minuten ausquellen lassen.

Das Fruchtfleisch der Avocado mit einer Gabel zerstampfen.  Mit etwas abgeriebener Zitronenschale, 1 EL Zitronensaft, dem gehackten Knoblauch, der restlichen angebratenen Zwiebel, Salz, Pfeffer und gehackten Kräutern würzen.

Wenn die Quinoa gar ist, das Avocado-Gematsche unterheben. 

Die Zucchini mit einem Klacks Quinoa-Matsch auf einem Teller anrichten. Wer's richtig scharf macht, mischt sich noch Sambal Oelek unter. 

Man, genießt diesen herrlichen Tag!
Eure Lena

Freitag, 7. März 2014

Rote-Bete-Kichererbsen-Bällchen mit karamellisiertem Chicorée und Zitronen-Koriander-Dressing

An manchen Tagen geht die Laune von ganz oben, nach ganz unten, nach ganz oben. So heute bei mir. Zwar habe ich einen Tag Urlaub, genießen kann ich den irgendwie leider nur teilweise. Erst konnte ich mich nicht so recht entscheiden, was ich zu essen machen will. Sonst liebe ich es, über den Markt zu schlendern, der immer freitags bei uns stattfindet. Heute bin ich nur unentschlossen an einem Stand angehalten, und habe letzten Endes dann doch Nichts gekauft. 

So, jetzt will ich aber nicht weiter miese Stimmung verbreiten! Letzten Endes habe ich mich ja doch entschieden, also, alles gut, kein Drama bitte. ;)
 Und ich muss sagen, meine Mitesserin und ich sind ganz angetan gewesen. Schwupps, da steigt dann die Laune doch auch wieder!
Das Foto ist leider nicht meinen Wünschen entsprechend geworden (wenn die Familie hungrig am Tisch sitzt, habe ich da leider nicht so die Ruhe zu), aber zeigen möchte ich euch das Essen doch gerne. 


Ich habe einfach mal Chicorée gekauft (nicht auf dem Markt, sondern später im Supermarkt), den wollte ich schon immer mal probieren. Rote Bete sollte noch weg, und Kichererbsen hatte ich sowieso geplant. Ganz klar, dann gibt es heute mal rote Kichererbsen-Bällchen, auch bekannt als Falafeln. Diese waren zusammen mit dem Zitronen-Koriander-Dressing richtig lecker! Die Idee, den bitteren Chicorée mit etwas Honig zu würzen war auch gut, nur habe ich festgestellt, dass der trotzdem nicht meins ist. Ich mag zwar bitter, aber nicht in Form von Gemüse. Aber beim Kochen geht Probieren über Studieren und jetzt bin ich wieder eine Spur schlauer. :) Wer auch kein Chicorée-Fan ist: einfach weglassen und durch Salat oder Rohkost oder was euch einfällt ersetzen. Oder die Bällchen mit dem Dressing und Salat in ein Pita-Brot tun.
Das Dressing stammt übrigens aus dem Buch "1 Salat-50 Dressings" von Tanja Dusy.

Zutaten für 2 Personen
Bällchen
1 Dose Kichererbsen
1 Rote Bete
1 rote Zwiebel, fein gehackt
1 frische Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Rapsöl
1/2 Tl. Cumin
2 EL zarte Haferflocken

Chicorée
1 Chicorée 
1 Tl. Butter
1 Tl. Honig

Dressing
80g Sahne
120g Saure Sahne
2-3 EL Zitronensaft
1/2 Tl. Puderzucker
evtl. Agavendicksaft

1 Bund Koriander
Salz 
Pfeffer

Und los
Für die Bällchen Kichererbsen in ein Sieb geben und mit klarem Wasser gut abspülen, abtropfen lassen. Die Rote Bete schälen und grob raspeln. 
Den Koriander waschen und gut trocken schütteln, Blätter und Stiele fein hacken.
In einer Pfanne das Rapsöl erhitzen. Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze glasig dünsten, Rote Bete-Raspel hinzufügen und 2 Minuten mitdünsten. Den Cumin einrühren und kurz anrösten. 
Diese Mischung in einer großen Schüssel mit den Kichererbsen, 1/2 Bund gehackten Koriander, der Knoblauchzehe, Haferflocken, Salz und Pfeffer geben. Mit einem Pürierstab zu einer Masse pürieren, sie sollte formbar sein, ist sie noch zu weich/flüssig, dann ggf. noch Haferflocken zugeben. Hieraus kleine Bällchen formen und 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Chicorée waschen, halbieren und den Strunk keilförmig herausschneiden. In der gleichen Pfanne Butter und Honig erhitzen, bis sie leicht schäumt, Chicorée mit der Schnittfläche nach unten hineinlegen und 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.

Chicorée mit der Schnittfläche nach oben in eine Auflaufform geben, salzen und pfeffern und mit dem restlichen Butter-Honig-Gemisch beträufeln.

Ein Backblech mit Papier auslegen, Auflaufform raufstellen und auf dem restlichen freien Platz die Kichererbsen-Bällchen verteilen. 20 Minuten backen auf mittlerer Schiene backen.

Für das Dressing die Sahne und saure Sahne verrühren, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Zucker würzen, gehackten Koriander unterrühren, ggf. noch mit einem kleinen Schuss Agavendicksaft und Zitronensaft abschmecken.

Chicorée und Bällchen mit einem Klacks Dressing auf einem Teller anrichten. 

Lasst es euch schmecken!
Eure Lena