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Mittwoch, 27. April 2016

Jans Müsliriegel, ichbacksmir und Ankündigung!

Die Muffins sind gut angekommen. Sehr gut sogar. Und als hätte er es geahnt, hat mein Freund sich abends noch in die Küche gestellt und Müsliriegel gebacken. Vor einigen Wochen hat er schon mal welche gemacht. Er schüttet dann immer einfach beliebige Sachen zusammen, ohne Abzuwiegen oder Sonstiges und guckt, ob ihm die Konsistenz gefällt. Wenn ja, ab in den Ofen, wenn nein, dann muss halt noch irgendwas dazu. Und das klappt bei ihm echt gut! Mit Brot, Kleingebäcken, mit Müsli und nun auch mit Müsliriegeln. Ich kann das ja nicht, ich muss immer alles abwiegen. Naja, und wie oft hab ich schon gesagt:"Ah, das ist so lecker, das muss eigentlich auf den Blog!". Nur ohne Rezept? Fehlanzeige!


Und was soll ich sagen... das nächste Mal hat er sich doch tatsächlich jede Zutat mit Gewichtsangabe notiert! Und sie sind wieder so lecker geworden, dass sie nun veröffentlicht werden. Da wir ein umfangreiches Sortiment an Saaten und Körnern haben, durfte natürlich alles reinwandern, was geht. Wer nicht wegen 10 g Leinsamen losrennen möchte, ersetzt diese einfach gegen andere Saaten.

Die Müsliriegel lassen sich erst gut schneiden, wenn sie vollständig ausgekühlt sind. Also: übt euch in Geduld, wartet etwas. ;)
 Sie sind wunderbar kernig und fruchtig. Da wir beide keine Zuckerjunkies sind, sind sie nicht zu süß.
Tja, und da Clara vom tastesheriff diesen Monat beim ichbacksmir das Thema "unterwegs" gewählt hat, gehen die leckeren Riegel gleich dahin. Vielen Dank, dass du dieses tolle Event immer noch durchführst! :)


Und jetzt möchte ich noch eine Sache ankündigen! Ich habe mir auch mal überlegt, so eine besondere Kategorie an einem bestimmten Tag der Woche zu machen! Gibt es ja auch einigen Blogs, und ich mag das echt gerne. Ich habe mir überlegt, und dazu passen die Müsliriegel gleich als erstes Rezept super, die Kategorie Mitnehm-Mittwoch ins Leben zu rufen. Jeden zweiten Mittwoch, gezählt ab jetzt, werde ich ein Rezept zum Mitnehmen veröffentlich.
Ihr kennt das doch sicher, wenn euch tagsüber auf der Arbeit, in der Uni, Schule oder vor dem Sport der kleine Hunger überfällt. Ihr euch wünscht, jetzt irgendwas dabei zu haben, was nicht so teuer, nicht so zuckrig, sondern einfach sättigend und lecker ist. Und vielleicht am besten noch selbstgemacht. Ich schau mal, wie umfangreich ich mein Spektrum machen werde, ob es eher bei so Müsliriegeln und Schnitten bleibt, oder ob ich auch herzhafte Sachen mit reinnehme. Das wird sich alles entwickeln, ich bin gespannt.

Und hiermit ist der erste Beitrag online! Yaay! :)


Wahrscheinlich gibt es noch ein Update dieses Rezeptes. Da mein Freund ein ziemlicher Perfektionist ist (im allerpositivsten Sinne :) ), möchte er gerne noch ein wenig an der Konsistenz schrauben. Wird sich aber wohl nur um eine Kleinigkeit (1 Ei mehr oder so) handeln.
Zutaten für eine Form von 18x25 cm
Flüssige Zutaten
20 g Kokosöl, geschmolzen
20 g Butter, geschmolzen
30 g Honig
1 Ei

Feste Zutaten
150 g Haferflocken, kernig
100 g Haferflocken, zart

30 g Kokosraspeln
30 g Sonnenblumenkerne
30 g geschroteter Leinsamen
30 g Sesam, geschält
10 g Haferkleie
10 g gepuffter Amaranth
bzw. 140g Saaten, Kerne, ...

100 g Rosinen
25 g getrocknete Pflaumen, gehackt
15 g kandierter Ingwer, gehackt
75 g Nüsse, gehackt

etwa 100 g Wasser

So geht's 
Den Ofen auf 200 °C vorheizen, die Form mit Backpapier auslegen.
Flüssige Zutaten in einer Schüssel verquirlen, feste Zutaten in einer anderen, großen Schüssel vermengen. Flüssige Zutaten dazugeben und mit den festen vermengen. Dann noch bis zu 100 g Wasser hinzugeben, bis die Masse eine feuchte Konsistenz hat.

Die Masse in die Form geben, sehr gut (!) mit einem Löffel fest drücken. Nur dann halten die Riegel gut zusammen.

Im Ofen 30 Minuten goldbraun backen. Vor dem Schneiden komplett auskühlen lassen.

Habt es schön, eure Lena

Donnerstag, 31. März 2016

Bananenbrot

Guten Tag ihr Lieben! Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterfest mit der Familie oder mit Freunden.
Ich hatte ein sehr ruhiges Osterfest, und lag ab Ostermontag leider mit Fieber flach. Dass ich so viel schlafen kann, wie ich es in den letzten Tagen getan habe, das wusste ich wirklich nicht. Aber bekanntlich erholt der Körper sich ja dann am besten.


Naja, und bevor der Infekt mich lahmlegte, haben mein Freund und ich noch ein Bananenbrot gebacken. Aus einer Zeitschrift ausgerissen, und im Originalen aus einem Buch: Familienrezepte glutenfrei - pikant und süß von Aran Goyoaga.


Das Brot war schon frisch sehr lecker. Aber jetzt,drei Tage kühl gelagert ist es der Hammer. Eine dezente Zimtnote mit dem Bananengeschmack und trotzdem nicht schwer, sondern absolut frisch. Genau richtig. Wer Bananenbrot mag, sollte das unbedingt ausprobieren. Ich habe keine Tapiokastärke, und habe deshalb auf Speisestärke, die man meistens im Haushalt hat, zurückgegegriffen. Da dies Maisstärke ist, bleibt das Brot glutenfrei.

Ach, und ich kann endlich mal wieder wo mitmachen - und zwar bei der aktuellen Runde von ichbacksmir. Clara hat das schöne Thema "Brunch" gewählt! :)



Zutaten für eine Kastenform von 22 cm Länge
2 Möhren
50 g Walnüsse oder Pistazien, gehackt
3 reife Bananen
3 Eier
100 g Olivenöl (orig.: 185 ml)
40 g Vollrohrzucker (orig.: 115 g)
1/4 Tl Vanille, gemahlen
70 g Amaranthmehl
70 g Vollkornreismehl
50 g gemahlene Mandeln
3 EL Maisstärke (orig.: Tapiokastärke)
Salz
1/2 Tl Backnatron
1/4 Tl Zimt

So geht's
Heize den Backofen auf 160 °C vor. Fette eine Kastenform aus.
Gib die Banane, Eier und das Öl in eine große Schüssel, püriere alles, wenn du magst, können noch feine Bananenstücke drin bleiben.

In einer anderen Schüssel mischst du Zucker, Vanille, Mehle, Mandeln, Stärke, Salz, Natron und Zimt. Schäle die Möhren und raspele sie fein.

Mische alles, Mehlmischung, Möhren, und Pistazien/Walnüsse unter die Banenenmasse, verrühre den Teig kurz und gib ihn in die Kastenform. Backe das Brot für 60 Minuten.

Habt es schön! Eure Lena

Donnerstag, 10. März 2016

Lieblingscookies - so fing mein Küchenwahn an!

Hab ich euch eigentlich schon mein Lieblingscookies Rezept mit euch geteilt? Nein?!?! Oh meine Güte, das sind die, mit denen alles anfing, die, die ich als eines meiner ersten Gebäcke in den Backofen schob, herausholte, hineinbiss - und ihnen verfiel. Oder noch besser gesagt: meine Backleidenschaft und der Küchenwahn waren geboren.
Es handelt sich dabei um ganz unspektakuläre American Chocolate Chip Cookies mit Nüssen und, ja, richtig, Schokolade. Ich habe danach noch unzählige andere Rezepte versucht, aber keines, wirkliche KEINES kam an diese Cookies heran. Sie sind leicht knusprig am Rand, aber weich und buttrig in der Mitte, hier und da beißt du auf eine Nuss oder ein Stück Schokolade. Beim Backen im Ofen darf der Boden nur ebenso anfangen zu bräunen, die Oberfläche der Cookies muss noch matschig aussehen. Genau dann holst du sie aus dem Ofen, genau dann haben sie ihre perfekte Backzeit hinter sich. Das kommt ganz auf deinen Ofen an, behalte sie deshalb gut im Auge. Ich backe sie manchmal auf 170°C dann wieder auf 180°C, aber ich glaube, sie gefallen mir mit der niedrigeren Backtemperatur besser, dann werden sie richtig schön "chewy"!


Zutaten für 2 Bleche Cookies
200g Butter, Zimmertemperatur
75g brauner Zucker
75g weißer Zucker
1 Pck. Vanillezucker
300g Mehl
1 Pr. Salz
1 Tl Backpulver
1 Ei
150g Schokolade und 50g Nüsse (oder so wie es euch gefällt), gehackt

So geht's
Mische das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver.
Mit dem Handmixer schlage die Butter und die Zuckerarten schaumig. So 2 Minuten. Richtig schön cremig, möglichst bis sich Butter und Zucker verbunden haben. Dann mixe das Ei nochmals 2 Minuten drunter. Hebe kurz und vorsichtig auf unterster Handmixer-Stufe die Mehlmischung unter. Dann die gehackten Nüsse und Schokoladenstücke unterheben. Den Teig mindestens 1 Stunde, am besten aber über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Belege zwei Bleche mit Backpapier.
Forme aus dem Teig Kugeln deiner Wahl, lege sie auf das Backblech und drücke sie etwas platt. Nun im Ofen backen. so 8-12 Minuten, schaue auf deinen Ofen, und guck, wann sie so aussehen, wie im Text (oben) beschrieben. Hole sie aus dem Ofen, ziehe sie nach einer kurzen Abkühlzeit vom Blech und lasse sie auf einem Backgitter auskühlen. Oder iss sie einfach sofort. :)


Und jetzt bin ich neugierig: Habt ihr ein absolutes "das ist mein Lieblingscookie-Rezept" und wie fing es bei euch mit dem Kochen oder Backen an?

Habe es schön!
Eure Lena

Mittwoch, 13. Januar 2016

Honig-Macadamia Muffins

Ganz ganz lange waren Muffins wohl das, was ich am häufigsten gebacken habe. Seitdem mich das Brotbacken aber so angefixt hat, wandern momentan öfter Brötchen, bzw. Kleingebäcke mit Hefe, so wie die leckeren Rosinen-Scones oder die wunderbar saftigen (achtung! am besten sofort genießen, oder einfrieren und warm aufbacken) Schokoladen-Brötchen auf den Frühstückstisch. 


Was ich aber an Muffins so schätze, ist, dass sie innerhalb weniger Minuten (ich hab auf die Uhr geschaut, für diese hier brauchte ich 15 Minuten) zusammengerührt sind, sie schwupps in den Ofen wandern und schon eine halbe Stunde später ist eine wunderbare Kleinigkeit fertig, die ich am liebsten zum Frühstück genieße. Herzhaft eignen Muffins sich auch bestens zum Mitbringen an einem Abend mit Freunden. 


Nunja, auf jeden Fall kamen jetzt endlich mal wieder neue Muffins auf dem Tisch. Karamellisierte Macadamia-Nüsse habe ich letztens im Supermarkt erstanden - eine habe ich so probiert, echt lecker. Die anderen sind direkt in die Muffins gewandert. Natürlich könnt ihr alle Arten von Nüssen verwenden, egal ob karamellisiert oder nicht. Oder einfach selber karamellisieren. : )


Die Muffins sind nicht so flaumig weich, wie manche es gerne mögen, sondern etwa "zäher", aber auf eine für mich sehr leckere Art. Kann ich nicht so gut beschreiben. Einfach ausprobieren. Für mehr Flaumigkeit die Menge an Öl verdoppeln. Das sollte gut hinhauen!

Zutaten für 12 Stück
Trockene Zutaten
100g Dinkelvollkornmehl
100g Kamutvollkornmehl
50g Hafermehl (oder feine Haferflocken)
30g Vollrohrzucker
1 Prise Salz
1 Tl Backpulver
100g gehackte, karamellisierte Macadamia-Nüsse

Nasse Zutaten
280g Buttermilch
2 EL Öl
30g Honig
1 große Möhre, geraspelt

So geht’s
Den Ofen auf 180°C vorheizen, ein Muffinblech mit Förmchen auslegen.
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, die nassen Zutaten in einer anderen, großen Schüssel mischen. Die trockenen unter die nassen Zutaten rühren. Auf 12 Muffinförmchen aufteilen und bei 180°C etwa 20-25 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe testen, ob die Muffins durch sind. Es darf kein Teig an den Muffins hängen bleiben. 

Habt es schön!
Eure Lena

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Apfel-Haselnuss-Zimt Brötchen zum Weihnachtsfrühstück

Besinnlichkeiten. Zusammensitzen. Lecker essen. Es ist wieder Zeit! 

Deswegen, und weil endlich wieder genug Ruhe herrscht, um Familie sein zu genießen, habe ich mich auf diese Tage gefreut. Auch, wenn der Advent schon dazu anhalten soll, zu (er)warten, klappt dies doch erst kurz vor den Feiertagen. Wenn die meisten Urlaub oder Ferien haben. Wir uns wieder aufeinander konzentrieren können, anstatt hin und her zu hetzen.


Um eure Liebsten vielleicht nicht nur mit einem Weihnachtsabendessen, sondern auch mit einem schönen Frühstück zu überraschen, bieten sich Gebäcke mit Übernacht-Gare wunderbar an. Diese Apfel-Zimt-Haselnuss Brötchen duften beim Backen so schön und geben der Weihnachtsstimmung den letzten Schliff.


Die Inspiration habe ich bei Lisa von Inser Kuchlbiachl gefunden. Das erste Mal, dass ich auf ihren Blog gestolpert bin, und gleich dieses richtig tolle Rezept gefunden habe. Ich habe es meinen Vorstellungen nach angepasst. Da der Teig über Nacht gehen soll, habe ich die Hefemenge auf 1% der Gesamtmehlmenge reduziert. Und etwas Butter gegen saure Sahne ersetzt, damit das viele Fett der Hefe nicht im Wege steht. :)
Ich bin schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Beim nächsten Backen werde ich noch 100g Quark in den Teig kneten. Ich habe die Hoffnung, das die Brötchen dadurch noch saftiger werden!
Das jetzige Ergebnis sind weiche Brötchen mit einer dünnen, soften Kruste. Sie sind nur dezent gesüßt, sodass sie auch problemlos noch belegt werden können. Die Äpfel sorgen für eine angenehme Saftigkeit und etwas Säure.
In diesem Sinne, wünsche ich euch ein bezauberndes Weihnachtsfest. Und ruhige Tage mit eurer Familie und Freunden! 

Zutaten für 8 große oder 16 kleinere Brötchen
250g Dinkelmehl Type 630
200g Kamutvollkornmehl (alternativ: Weizenvollkornmehl)
50 g Roggenvollkornmehl
4g Salz
1/3 Tl Anis
1 ½ Tl Zimt
(optional: 1 guter EL Anstellgut vom Roggensauer)
50g Butter
50g Saure Sahne
50g Zucker
5g Hefe
100 g + 35 g Wasser
50g gehackte Haselnüsse
4 Äpfel

1 Ei

So geht’s
Zuerst bereitest du einen Water roux vor, um dem Teig mehr Saftigkeit zu ermöglichen. Hierfür 100 g Wasser und 20g Dinkelmehl Type 630 unter ständigem Rühren auf 65°C erhitzen. Die Masse soll eindicken und die Konsistenz eines Puddings erlangen. Decke das Ganze mir Frischhaltefolie oder dem Topfdeckel ab, damit sich keine Haut bildet.
Lasse die Masse mindesten 3 Stunden aber höchstens 12 Stunden abkühlen.
Vermische die übrigen Mehle mit den Gewürzen und dem Zucker. Löse die Hefe in 35 g Wasser auf. Gib das Hefewasser und die Saure Sahne sowie das Anstellgut zum Teig und knete alles 3 Minuten von Hand. Lasse den Teig 5 Minuten ruhen.
Raspele in der Zeit einen Apfel. Die anderen drei viertelst du und hobelst die Viertel in Scheiben. Knete nun Äpfel, Haselnüsse und Butter in den Teig ein. Gib als letztes das Salz hinzu und knete den Teig. Er ist leicht klebrig, lässt sich mit nassen Händen aber gut bearbeiten.

Über Nacht luftdicht abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Teig vorsichtig zu einem Viereck ausziehen und in 8 bzw. 16 Dreiecke teilen.

40 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Ofen auf 190°C vorheizen. Die Teiglinge mit verquirltem Ei abstreichen und im heißen Ofen 25-30 Minuten backen. Sie sollen eine goldene Farbe erreichen.

Habt es schön!
Eure Lena

Mittwoch, 29. April 2015

Nachgebacken: Joghurt-Dinkel-Brötchen

Ich habe es endlich mal wieder geschafft! Ich habe eigene Brötchen gebacken. :) Schon ewig lange habe ich mir das vorgenommen. Und gestern war es dann so weit, die Spontaneität überkam mich, schnell geguckt, was ich noch alles zuhause hatte, und perfekt, nur Hefe hat gefehlt.


Ausgesucht habe ich mir ein Rezept von hefe-und-mehr. Ein toller Blog von Stefanie, rund um Brot und Brötchen (und mehr), die nachbackbar sind, ohne größten Aufwand. Ich habe sie vor Jahren schonmal gebacken, diese Brötchen, doch sind sie mir lange nicht so gelungen, wie jetzt. Ein bisschen habe ich mich also doch weiterentwickelt, jippiieeh! :)


Mittlerweile ist auch eine eigene Mühle bei mir eingezogen, mit der ich mein Vollkornmehl für Gebäck frisch mahlen kann, das ist super, und bringt mir unheimlich Spaß. 


Die Brötchen schmecken säuerlich-nussig, dank der Joghurt-Dinkel Mischung. Auf das Karamellisieren der Haselnüsse wie im Originalrezept habe ich verzichtet, und die Haselnüsse einfach untergemischt. Für mich genau richtig.
Das tolle an diesem Rezept? Der Teig erfordert keine ewig lange Kneterei, die ich, mangels passender Küchenmaschine (die ganz sicher auch irgendwann einzieht) mit der Hand erledigen müsste. Einfach Zutaten abmessen, zusammenrühren, fertig. Der Aufwand nach der Teigruhe über Nacht ist minimal, sodass ihr die Chance habt, am Morgen frische Brötchen innerhalb von einer Stunde auf den Tisch zu zaubern.

Am Morgen? Da läuft doch gerade ein wunderbares Blogevent! Und zwar das Blogevent "Guten Morgen, Sonnenschein" der lieben Simone. Ihr Blog skueche wird bereits 2 Jahre! Sie ist vermutlich die frühstücksbegeistertste Bloggerin eh
und sucht...taddaaa, natürlich Frühstücksrezepte. Alles Gute, Simone!

http://s-kueche.blogspot.de/2015/04/guten-morgen-sonnenschein-das_11.html


Zutaten für 8 Brötchen
200g Dinkelvollkornmehl (frisch gemahlen)
200g Weizenmehl Type 550
8g Salz

410g Joghurt, Zimmertemperatur (klappt auch vorzüglich mit dem ganzen 500g Becher)
3 g Hefe
30g Honig

100g Haselnüsse

So geht's 
Den Joghurt mit dem Honig verrühren, die Hefe darin auflösen. Mehle und Salz in einer anderen großen Schüssel verrühren, Haselnüsse hineingeben und die Joghurtmischung einrühren, bis sich ein homogener Teig gebildet hat. Über Nacht bei Zimmertemperatur gehen lassen, mit einem Tuch abdecken.

Am Morgen den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, halbieren und jede Hälfte zu einem Quadrat ausziehen. Dieses falten: oberes und unteres Viertel zur Mitte klappen, dann linkes und rechtes. Mit einem Teigschaber in vier gleichgroße Stücke teilen, mit der anderen Hälfte Teig genauso verfahren.


Abgedeckt weitere 40 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen mit einem Backstein oder Backblech darin auf 250°C vorheizen.

Auf den Boden des Backofens eine feuerfeste Schüssel mit etwas kochendem Wasser stellen, so entwickelt sich Dampf im Ofen. Die Brötchen 18 Minuten backen, zum Schluss die Ofentür etwas öffnen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Backgitter erkalten lassen. Oder am besten noch warm genießen!

Habt es schön!
Eure Lena


Donnerstag, 5. März 2015

Wirsing-Rouladen mit Quinoa-Füllung und Glücksmomente

Ein ganz normaler Sonntag an der Grenze zu Hamburg im März. Sonne und Wolken wechseln sich ab, immer wieder schauert es, zwischendurch gibt es auch mal Hagel. Das Wochenende war bisher sehr schön, und nun ist Sonntag, das heißt: es wird einfach gar nichts gemacht. Nein, nicht ganz richtig: es wird nichts Anstrengendes gemacht, sondern den ganzen Tag rumgedümpelt, und das erledigt, was Spaß macht und sonst nicht geschafft wird.
Gegen Mittag dann eine Nachricht. Ganz spontan, von einer Freundin, die ich länger nicht gesehen habe. "Wollen wir was unternehmen?" "Klar!"

Mittags düsen wir mit dem Fahrrad los. Gerade scheint die Sonne. Was für ein Glück! Zwei Stunden ist es schön. Und genau diese zwei Stunden nutzen wir für eine lange Radtour, für Gespräche. Und verabschieden uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn auf dem Rückweg fängt es nochmal richtig an zu hageln. Aber ich bin gleich zuhause, Tee und Kuschelpulli warten schon. Glück gehabt!
Ich bin durchgefroren, habe aber ein wohliges Gefühl im Bauch. Was jetzt noch fehlt? Eine leckere Mahlzeit.


Habt ihr schonmal Wirsingrouladen gemacht? Nein? Solltet ihr das vorhaben, plant Zeit ein. Das meine ich nicht negativ, nein. Das Gebinde und Gewurschtle ist wirklich kein Kinderspiel. Doch für mich war es pure Entspannung, der perfekte Abschluss für ein gelungenes Wochenende. Mit jedem Päckchen, was ich erfolgreich gebunden habe, stieg meine Vorfreude auf das fertige Gericht. Und, so lächerlich es klingen mag, ein bisschen stolz war ich auch. Irgendwie machen sie ja was her, diese Wirsingpäckchen.


Vor allem die Füllung ließ mich aufhorchen, als ich das Rezept aus einer bekannten Frauenzeitschrift riss. Quinoa. Haselnüsse. Linsen. Was eine Kombination! Einzig den Bauchspeck habe ich durch getrocknete Tomaten ausgetauscht. So bleibt ein kräftiger Geschmacksgeber enthalten, der dem Kohl ein guter Gegenpart ist. Gut gewürzt, ist dieses Gericht ein vegetarischer Seelenwärmer der feinen Art.



Es gibt viele Arten von Glück. An diesem Tag erlebte ich Ruhe, Wiedersehen und Vorfreude. Alles Momente, die mich glücklich machten und machen. Julias Blog kochlie.be feiert dreijähriges Bestehen. Mit einem der wunderbarsten Themen. Glück. Da nehme ich gerne Teil. Und teile mein Glück. Alles Gute, liebe Julia!

http://kochlie.be/2015/02/20/glueckskueche/



Je nach Größe eurer Blätter mag die Füllung für weniger als 12 Blätter reichen. Bei mir waren es 11. Schmeckt Quinoa und Linsen gut ab, damit sie neben dem starken Eigengeschmack des Wirsings noch zur Geltung kommen. Verwendet ihr veganen Rotwein, bleibt dieses Gericht vegan.

Gut vorstellen kann ich mir aber auch etwas Cremigkeit in der Füllung, die zum Beispiel mit 1-2 EL Crème fraîche erreicht werden kann.

Zutaten für 3-4 Personen
12 große Wirsingblätter
100g Quinoa
50g gelbe Linsen
3 Stängel Thymian, gewaschen
40g getrocknete Tomaten, gehackt
Cayennepfeffer
50g Haselnüsse, gehackt
2 Zwiebeln, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 rote Paprika, gewürfelt
150ml Rotwein

Salz
Pfeffer
Olivenöl

Küchengarn

So geht's
Bringe in einem großen Topf Salzwasser zum Kochen. Hierin blanchierst du die Wirsingblätter etwa 2 Minuten, schreckst sie ab und lässt sie in einem Sieb abtropfen. (Ich habe immer 4 auf einmal in den Topf getan und mit einer Schaumkelle vorsichtig wieder rausgehoben.)

Wasche die Quinoa und die Linsen gut unter fließendem Wasser ab. In einem kleineren Topf bringe 300ml Wasser (oder Gemüsebrühe) zum Kochen, gebe Quinoa, Linsen, Thymian und die gehackten Tomaten hinein. Lasse es 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln, bis das Wasser aufgesogen wurde. Schmecke die Mischung gut mit Cayenne, Salz und Pfeffer ab.

Nun kommt der Part, der Geduld erfordert.

Lege dir ein Brettchen bereit, und darauf ein Wirsingblatt. Wenn die Blattrippe zu dick ist, diese mit einem Messer abflachen. Gib nun etwas von der Quinoa-Mischung in die Mitte des Blattes (soviel, dass es in etwa für 12 Blätter reicht), klappe die untere Seite des Blattes rüber, dann falte die Seiten ein, und rolle das Ganze rouladenmäßig auf. Mit Küchengarn zu einem Päckchen zusammenschnüren. Und so geht's weiter mit den restlichen Blättern, bis alles aufgebraucht ist.

Nun erhitze in einer großen Pfanne oder ein Topf etwas Öl, brate die Paprika, Zwiebeln und Knoblauch kräftig an, nimm das Gemüse hinaus, gebe eventuell wieder etwas Öl in die Pfanne. Lege die Rouladen rein und brate auch diese von jeder Seite für etwa 1 Minute an. Gieße den Rotwein an, füge noch 400ml Wasser oder Gemüsebrühe hinzu und gib das Gemüse wieder in den Topf. Lasse alles bei schwacher Hitze etwa 25 Minuten köcheln. Zum Schluss schmecke den Sud ggf. noch mit etwas Salz ab. Serviere die Rouladen zusammen mit einem leckeren Kartoffelpüree, welches kräftig mit Muskat gewürzt ist.


Habt es schön!
Eure Lena


Donnerstag, 29. Januar 2015

Mein Vorsatz für das neue Jahr: mehr Brot backen! Früchtebrot nach Leila



Ich backe und backe und backe. Nicht jeden Tag, nein, das lässt unsere Zeit gar nicht zu. Aber so alle zwei Wochen stehe ich schonmal einen ganzen Sonntagnachmittag in der Küche.
Habe ich nämlich nicht genug Zeit zum Backen, und erschöpfen sich dann auch noch meine Vorräte an selbst Gebackenem mitten in der Woche, dann werde ich schon ein bisschen grummelig. Abends ins Bett zu gehen, um sich am nächsten Tag beim Frühstück wieder auf einen leckeren Muffin, Keks, Müsliriegel oder ein Küchlein zu freuen.... tolles Gefühl. Außerdem stelle ich meiner Familie oft einen kleinen Teller zum Frühstück hin, an dem sie sich dann bedienen können, und was mit auf die Arbeit nehmen können. Oft bin ich die erste, die das Haus verlässt. So habe ich an sie gedacht, ohne sie gesehen zu haben. Ein schöner Einstieg in den Tag.

Nun aber mal zu meinem guten Vorsatz, dem Brot und dem damit verbundenen Frühstück: ja, ich liebe frühstücken. Und gerade schwappt eine riesengroße Frühstückswelle sowohl durch's Internet als auch durch die (Frauen)zeitschriften-Welt (vielleicht ja auch durch die der Männer, aber die lese ich nicht. :D). Porridge und Overnight-Oats sind in aller Munde, Green Smoothies sind hip. Und frisch duftende Brötchen, natürlich selbstgebacken, zum Sonntagsfrühstück keine Seltenheit mehr. Super! Und da komme ich nun zum Punkt: zwar hatte ich vor 4 Jahren schonmal eine Phase, in der ich relativ viele Brötchen gebacken habe. Brot eher nicht, irgendwie hat das bei mir nie hingehauen. Das wurde dann erstmal auf Eis gelegt. Aaber Fräuleinchen ist ja nicht faul, nein, und so lautet mein guter Vorsatz für dieses Jahr: ich möchte lernen gutes und besseres Brot selbst zu backen. Dafür habe ich schon die erste Voraussetzung in die Wege geleitet. Zum Geburtstag durfte ich mir das Brotbackbuch von Lutz wünschen, welcher den äußerst interessanten, und mittlerweile super professionellen Blog "Plötzblog" führt. Das Buch ist klasse, bis jetzt habe ich zwar wirklich nur GANZ kurz reingeschnuppert, aber sofort ist mir eines ins Auge gefallen: der Aufbau der einzelnen Rezepte. Hier wird angegeben in welchem Verhältnis welche Zutat in den Teig kommt, wie viel Vorbereitungszeit das Brot insgesamt in den verschiedenen Phasen der Zubereitungszeit braucht (also am Tag selber, oder am Vortag), und es sind Tipps und Tricks angegeben, sowie ausführliche, Grundlagen, Techniken, Zutaten... wie gesagt, mein erster Eindruck. :)

Sowieso bin ich momentan im Kochbuch-Wahn. Nach der tollen Aktion des Wanderbuches von Betti, welche übrigens immer noch läuft und gerade hier angekommen ist, musste ich das Buch "Backen mit Leila" haben. Es beinhaltet tolle Wohlfühlrezepte rund um das Thema Backen, von Süß über Ausgefallen, Einfach und Herzhaft ist alles dabei.

Dieses Brot hier, ist mir vor einem Jahr bei Andrea von zimtkeksundapfeltarte schonmal über den Weg gelaufen, da hatte ich das Buch noch gar nicht, habe aber schon kommentiert, ich müsse das Brot unbedingt backen. So hier ist es nun! Es ist kein anspruchsvolles Brot, so wie es mich voraussichtlich bei Lutz erwarten wird, nein, es ist super simpel, ganz schnell zusammengerührt. Lasst euch von der langen Zutatenliste nicht aufhalten, der Geschmack zahlt sich aus, versprochen!


Das Brot ist süß und herzhaft zugleich: süß, dank der Trockenfrüchte, die immer wieder im Teig auftauchen. Herzhaft, da es mit Roggen gebacken und Brotgewürz (meines war von Alnatura, mit Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel) bereichert wird. Außerdem süßt Zuckerrübensirup den Laib, wodurch nochmal eine besondere Würze entsteht. Den besonderen Crunch geben die grob gehackten Haselnüsse. Insgesamt eine Gaumenfreude, zum Frühstück mit etwas Butter, Quark und Marmelade, oder einfach pur genießen.
Die Schwedenmilch bekommt ihr im gut sortierten Bio-Markt. Auch Weizen- und Roggenschrot könnt ihr da mahlen lassen.
Beim Verarbeiten sollten die Zutaten (insbesondere die flüssigen) Zimmertemperatur haben.

Für eine Kastenform mit 30cm Länge
450 ml Schwedenmilch (= eine 500g Flasche) (ersatzweise Buttermilch)
140 g dunkler Zuckerrübensirup
60 g getrocknete Aprikosen, grob gehackt
65 g Haselnüsse, grob gehackt
60 g Rosinen
60 g Weizenschrot
60 g Roggenschrot
30 g Haferflocken
125 g Roggenvollkornmehl
180 Weizenmehl
70 g zerstoßene Leinsamen
70 g Sonnenblumenkerne
1 1/2 TL Salz
1 1/2 TL Backpulver
1 1/2 TL Natron
2 TL Brotgewürz

Haferflocken zum Bestreuen

So geht's
Lege eine Kastenform mit Backpapier aus, heize den Backofen auf 200°C vor.
Verrühre die Schwedenmilch mit dem Zuckerrübensirup in einer großen Schüssel.
In einer anderen Schüssel  verrühre die trockenen Zutaten. Dann rühre diese kurz unter die Schwedenmilchmischung. 
Gib den Teig in die Kastenform, bestreue ihn mit Haferflocken und backe ihn auf mittlerer Schiene etwa 40-50 Minuten lang (bei mir waren es 40 Minuten), bis bei der Pieksprobe kein flüssiger Teig mehr an der Stricknadel (oder was du benutzt) kleben bleibt. 
Lasse das Brot außerhalb der Kastenform komplett auskühlen, mir hat es am zweiten Tag nach dem Backen am allerbesten geschmeckt. Es hält sich kühl gelagert gut 1 Woche.

Und dieses tolle Brot soll natürlich auch wo teilnehmen:
Seit schon über einem Jahr, ruft Clara von tastesheriff zum allmonatlichen #ichbacksmir auf. Bis jetzt habe ich es immer verbummelt, da mal teilzunehmen, und mich oft über mich selbst geärgert. So, ha, aber neues Jahr, neues Glück, JETZT denke ich dran, denn das Thema lautet: Frühstücksglück! Dabei muss ich mich bei der lieben Sia von siassoulfood bedanken, denn aufgrund ihres Instagram-Accounts, auf dem sie herrliche, geflochtene Sonntagsbötchen für das diesmonatliche #ichbacksmir  postete, lief mir das Event zum Glück wieder über den Weg.

 
Habt es schön!
Eure Lena

Samstag, 3. Januar 2015

Flapjacks - perfekt für unterwegs

Nächste Woche Montag beginnt für mich wieder das neue Arbeitsjahr. Während ich jetzt um 11 Uhr noch faul im Bett liegen kann, werde ich am Montag zu dieser Zeit schon am Arbeitsplatz sein. Bis dahin habe ich zum Glück noch etwas Zeit, um ein paar lang liegengelassene Rezepte auszuprobieren.


Ich weiß nicht warum, aber besonders angetan haben es mir Müsliriegel. Ich bin ein totaler Fan von selbstgemachten Riegeln, und immer auf der Suche nach einem Rezept, welches mir gesund erscheint, d.h. ohne industriellen Zucker und ohne einen Haufen Butter zubereitet ist.
Im Gegensatz zu eigenen Muffinkreationen, die ich einfach so aus dem Ärmel schüttel, fallen mir eigene Rezepte für solche Granolabars noch recht schwer. Ich habe wirklich Respekt davor, das richtige Verhältnis von flüssigen zu trockenen Zutaten nicht zu treffen.


Aber was nicht ist, kann ja noch werden! Diese tollen Riegel haben mich auf jeden Fall
überzeugt. Gefunden habe ich sie bei frugalfeeding, dort heißen sie "Healthy banana flapjacks".
Ich habe statt wie im Original zwei, jedoch nur eine Banane genommen, da ich mit der Kombination Haferflocken und viel Banane bisher noch nicht so glücklich war. Ich hatte da mal eine Muffinkreation, und die hat mir nicht so gut gefallen, weil zu bananig. ;)
Mit einer Banane hat es aber genauso wunderbar funktioniert, alles hat zusammengehalten.


Die Flapjacks sind von der Konsistenz her weich, nur ab und zu gibt es was zu bissfestes zu kaufen, und zwar, wenn man gerade mal auf eine Mandel stößt. Voll mit Haferflocken, getrockneten Früchten und einer dezenten Süße von Apfel, Banane und Honig. Ganz leicht auch in einer veganen Variante zu backen, wenn die Butter durch Kokosöl oder Rapsöl und der Honig durch Ahornsirup/Agavendicksaft oder Reissirup ersetzt wird.
Um den Geschmack noch etwas zu ergänzen, würde ich das nächste Mal noch 1-2 Tl Gewürze hinzufügen, in der Wahl sollten keine Grenzen gesetzt sein!

Zutaten für 12-16 Riegel in einer Form von 18 x 25 cm Größe
300g Haferflocken
100g getrocknete Aprikosen, grob gehackt
70g Rosinen
30g Cranberries
50g Sonnenblumenkerne
50g Mandeln
50g Butter oder Ghee oder Kokosöl
3 EL Honig (oder 4, wie im Original, für etwas mehr Süße)
3 EL Erdnussbutter
1 Banane (original: 2 Bananen)
1 Apfel
100ml heißes Wasser

So geht's
Eine rechteckige Form mit Backpapier auslegen. 
Sonnenblumenkerne und Mandeln in einer Pfanne rösten, bis sie anfangen zu duften. Mit den Haferflocken und getrockneten Früchten mischen.
Butter, Honig und Erdnussbutter in einem Topf erwärmen, bis sie sich verbunden haben, immer mal wieder rühren, um das zu erreichen. Den Apfel grob reiben, die Banane mit einer Gabel zermatschen. Zusammen mit dem heißen Wasser unter die Buttermischung rühren.
Trockene und feuchte Zutaten gut vermischen, und 3 Minuten stehen lassen, so haben die Haferflocken kurz Zeit, sich zu setzen.
Den Backofen währenddessen auf 160°C vorheizen.
Die Masse gleichmäßig in die vorbereitete Form geben und gut festdrücken, darauf achten, dass sie bis in die Ecken kommt. Ich schätze mal, meine Riegel waren so 1 1/2-2 cm hoch.
Im vorgeheizten Ofen 50-60 Minuten backen. Zum Schluss habe ich die Müsliplatte samt Backpapier nochmal etwa 5-10 Minuten ohne Form gebacken, einfach, weil ich sonst Angst hatte, dass die Masse zu feucht bleibt.
Dann aus dem Ofen holen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen. Sobald möglich, das Backpapier entfernen, da die Müsliplatte sonst von unten schwitzt. Den ausgekühlten Block in Riegel deiner Wahl schneiden. Einen Tag nach dem Backen schmecken sie noch besser. Also perfekt, um sie sich für den anstehenden Alltag vorzubereiten. :)

Habt es schön!
Eure Lena

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Dattel-Kokos-Makronen

Ich empfinde Heilig Abend stets als einen er längsten Tage des Jahres. Was jedoch überhaupt nicht im negativen Sinne gemeint ist, ganz im Gegenteil. Morgens frühstücke ich gemütlich, und fahre mit meinen Eltern nochmal auf einen kleinen Bummel in die Stadt. Da wir nicht mitten an einer Großstadt wohnen, sondern an einer kleinen, süßen Altstadt, ist diese auch nicht proppevoll, sondern der Bummel ist sehr angenehm. Zuhause angekommen ist irgendwer dann meist doch etwas hungrig, und es gibt das, wonach demjenigen ist, ob süß oder deftig, ganz egal. Jeder isst, was er mag. Der Nachmittag ist dann ganz gemütlich, ein bisschen reden, ein bisschen draußen sein. Den Tannenbaum schmücken und ihn so zum Weihnachtsbaum ernennen. Natürlich Aufgabe der Frauen im Haus, diese wichtigen Gespräche über den perfekten Platz der letzten Christbaumkugel darf keinesfalls den Männern überlassen werden! Ich verpacke oft noch die letzten Geschenke und bastel Kleinigkeiten. Bis es dann am frühen Abend das Weihnachtsessen gibt. Danach wird sich nochmal frisch gemacht, für die Bescherung. Früher war tatsächlich irgendwann abends immer ein vollgepackter Sack vor unserer Haustür; vom Weihnachtsmann gebracht, der es allerdings leider ganz, ganz eilig hatte, und deswegen nicht zur Bescherung bleiben konnte. Und ganz früher, als wir noch im seligen Glauben waren, kam dieser natürlich auch tatsächlich und nahm sich die Zeit, sich unsere Lieder und Gedichte anzuhören. 

Ich liebe diesen Tag, er strahlt für mich Ruhe und Zusammenhalt aus, obwohl meine Familie nimmer den ganzen Tag miteinander verbringen, jedoch immer wieder zusammenfinden.

Es passt einfach. Genauso wie ich diese Dattel-Kokos-Makronen schon nach dem ersten Bissen absolut toll fand. Es passte einfach, der Geschmack, die Konsistenz. Nicht zu süß, ein leichter Hauch Kokos, bissfest und trotzdem saftig-weich. Ein bisschen kernig. Nicht hübsch aber äußerst schmackhaft. Muss ja nicht alles passen. ;)



Das Rezept ist vollwertig, das gefällt mir, ich nasche gerne so. Gefunden habe ich es bei ugb.de.
Zutaten für 2 volle Bleche
250g Datteln, klein gehackt
200g Hafer, mittelfein geschrotet
100g gemahlene Mandeln
100g Kokosflocken
1/2 Tl Zimt
1/4 Tl Koriander
1/4 Tl Salz
1/2 Tl Backpulver
150g Butter
100g Honig
2 Eier

So geht's 
Weiche zunächst die Datteln 3-4 Stunden in Wasser ein, danach das Wasser absieben, aber auffangen.
Röste das Haferschrot, die Mandeln und die Kokosflocken in einer Pfanne, immer wieder wenden, damit nichts anbrennt. Es muss schön zu duften anfangen, dann ist's gut. Aus der Pfanne in eine Schüssel geben, auskühlen lassen.

Mische die Gewürze und das Backpulver mit rein.
Schmelze Honig und Butter in einem Topf, gib die Hafermischung und die abgetropften Datteln hinein, verrühre alles gut. Verquirle die beiden Eier in einer Tasse, rühre sie auch ordentlich unter die Mischung. Sollte der Teig zu fest sein, kannst du etwas Einweichflüssigkeit unterrühren (bei mir war der Teig genau richtig, ich habe Eier der Größe L genommen).

Heize den Backofen auf 180°C vor, belege 2 Bleche mit Backpapier.
Setze mithilfe von 2 Teelöffeln Häufchen der gewünschten Größe auf die Bleche, backe sie nacheinander etwa 20 Minuten im Ofen, bis sie von unten leicht bräunen.
Hole das Blech aus dem Ofen, lasse die Makronen kurz abkühlen, und dann auf einem Gitter vollständig erkalten.
Lecker!

Habt einen wunderschönen heiligen Abend!
Genießt die Zeit bei und mit eurer Familie.
Ich hoffe, das ihr Freude bekommt, aber auch viel Freude gebt.
Eure Lena

Donnerstag, 6. November 2014

Sooo leckeres Vitalgebäck

Und das ganz in echt! Es ist wunderbar kernig, nicht zu süß und einfach nur lecker. Ksenija von Buddha Bowl wollte sich nicht mehr mit dem industriellen "Vital"Gebäck zufriedengeben. ;)
Deswegen gab es bei ihr dieses tolle, und vor allem richtig schnell gezauberte Vitalgebäck. Und es ist köstlich! Bei mir ist es zwar nicht so knusprig geworden, wie das aus dem Supermarkt in den hübschen Tütchen, aber der Geschmack ist schonmal traumhaft, und an der Konsistenz lässt sich auf jeden Fall noch feilen.


Ich habe hier das erste Mal Erdmandeln benutzt bzw. gegessen. Die hatte ich letztens bei einem kleeeinen Bummel durch's Reformhaus entdeckt, schonmal davon gehört und wollte sie natürlich: HABEN!
Sie sind sehr ballaststoffreich und enthalten gesunde, ungesättigte Fettsäuren. Ihr Geschmack ähnelt Haselnüssen oder Mandeln. Sie schmecken sicher auch toll in Joghurt oder Overnight-Oats, nur irgendwie bin ich leider noch nicht dazu gekommen, dass auszuprobieren. Naja, in dem Gebäck haben sie sich aber wacker geschlagen, es ist wirklich.. genug davon, am besten, ihr probiert es aus!

Zutaten für 16-20 Kekse
70g Sonnenblumenkern
70g Kürbiskerne
40g gemahlene Erdmandeln (bei Ksenija: gemahlene Mandeln)
60g getrocknete Aprikosen, fein gehackt
15g Chiasamen, in 70-90g Wasser eingeweicht (da hab ich leider nicht so genau geguckt, sondern einfach gemacht. Also probiert erst mit weniger, dann mit mehr, die Masse sollte reißend vom Löffel fallen.) ->(bei Ksenija: 30g Leinsamen in 2 EL Wasser)
70g Apfelmus
60g Honig
1 1/2 EL Kokosöl
1/4 Tl Zimt
1/4 Tl Ingwer
etwas Vanille
1 Prise Salz

So geht's
Heizt den Ofen auf 180°C Umluft vor. Legt ein Backblech mit Papier aus.
Mischt die Kerne und Erdmandeln in einer Schüssel.
Das flüssige Kokosöl, den Honig, Apfelmus, Gewürze, Chiagel und Salz in einer anderen. Dann gebt ihr die trockenen Zutaten mit in die Schüssel mit den feuchten, die Aprikosen noch dazu und alles durchrühren, bis es gut vermischt ist. Stecht mit einem Esslöffel immer etwas von der Masse ab, setzt es in einer hübschen Kugel (die aber sehr sabbschig ist) auch das Blech und drückt die zu einem flachen Kreis. Macht das, bis der komplette Teig aufgebraucht ist.
Nun schiebt ihr das Backblech für 10 Minunten in den Ofen. Danach schaltet ihr den Ofen aus, lasst das Gebäck aber noch weitere 20 Minuten drinne.
Dann rausholen und auf einem Backgitter vollständig erkalten lassen, erst dann in Dosen verpacken. Oder einfach sofort aufnaschen! ;)


Christine vom Blog Keks&Karotte veranstaltet außerdem ein richtig tolles Blogevent: Jeder soll zeigen, was er sich auf die Arbeit, in die Uni oder sonstwohin mitnimmt, um in der Pause richtig schön zu mampfen. Tja, und ich werde garantiert einige von diesen richtig leckeren und vielleicht sogar gesunden Gebäckstücken mitnehmen! Deswegen möchte ich das Rezept gerne einreichen: alles Gute, und wow, dass du schon 5 Jahre durchgehalten hast! :)


Habt es schön, und bleibt vital!
Eure Lena

Freitag, 19. September 2014

Kürbis-Kartoffel-Pfanne mit Feta, Rucola und Walnüssen - Spätsommer, ein Genuss!

Hach jaaa, es sprudelt und wuselt wieder rum, hier Kürbis, da Kürbis, und jetzt auch bei mir: Kürbis. Nun ja, er ist ja auch einfach toll der Gute. Und ich kann stolz berichten: dieses Jahr fahre ich meine eigene Kürbis-Ernte ein! Das ist sooo cool, ökologischer geht es gar nicht, und ich finde es himmlisch toll, das selbstgeerntete Gemüse zu essen. Und ich schätze mal, da ziehen viele von euch mit! 
Eines der Standard-Kürbis-Gerichte des letzten Jahres war diese einfach Kürbis-Pfanne, gefunden in einer Lecker-Ausgabe. Sie ist wunderbar aromatisch, da die Kartoffeln und der Kürbis nur in Apfelsaft geschmort werden. Der Rucola gibt Würze hinein und der Feta sorgt dafür, dass nicht zu sehr gesalzen werden muss.. ;) Oh, und nicht zu vergessen: Kürbiskernöl! Ich liebe den herzhaft-nussigen und leicht herben Geschmack... mmmh. Die Walnüsse unterstreichen das Gesamtpaket dann noch!


Daher ist dies auch der erste Streich, für den ich meinen Kürbis verwende.
Angebaut habe ich zwei Sorten: Gele Reuzen, auch Riesenmelone genannt, und einen Hokkaido-Kürbis. Für diese Pfanne habe ich den Gele Reuzen verwendet (einfach, weil der nunmal heute geerntet wurde), ansonsten würde ich euch aber Hokkaido dafür empfehlen. Der Gele Reuzen ist eher vornehm zurückhaltend im Geschmackt, wohingegen Hokkaido etwas nussig-fruchtiger schmeckt.
Wenn ihr Hokkaido-Kürbis verwendet, denkt daran, dass das Schälen entfällt. 


Zutaten für 2 Personen
350g Kürbisfruchfleisch z.B. Hokkaido, gewürfelt (bei Verwendung einer anderen Sorte: schälen!)
350g Kartoffeln, geschält und gewürfelt
50ml Apfelsaft
Salz
Pfeffer
1 Handvoll Walnusskerne, grob gehackt
1 Handvoll Rucola
200g Feta, gewürfelt
2 EL Kürbiskernöl
Rapsöl

So macht ihr's
Erhitzt 1 EL Öl in einer Pfanne, gebt zuerst die Kartoffelwürfel hinein und bratet sie unter gelegentlichem Wenden 5 Minuten. Gebt dann den Kürbis hinzu und bratet ihn etwa 3 Minuten mit. Salzt und pfeffert das Gemüse. Gießt den Apfelsaft an und lasst es auf geringer Hitze offen 15-20 Minuten schmoren, ab und an mal rühren, damit die obersten Würfel auch genug Hitze abbekommen.
Wascht währenddessen den Rucola, schüttelt ihn trocken und zerrupft ihn grob. Heizt euren Backofengrill auf minimalster Stufe vor.
Wenn die Gemüsewürfel fast gar sind, gebt die Walnüsse dazu und bratet sie unter häufigem Rühren bei stärkerer Hitze mit an. Salzt und pfeffert nochmals, verteilt das Gemüse auf Teller, gebt die Fetawürfel rüber und stellt die Teller für 3-5 Minuten in den Ofen, bis der Feta etwas schmilzt. Holt die Teller aus dem Ofen (achtung! HEIß), bestreut das Gemüse mit dem Rucola und beträufelt es mit je 1 EL Kürbiskernöl.
Lasst es euch schmecken!

Zusatz: die Würfel sollten etwa 1x1cm sein, bei größeren Würfeln verlängert sich die Garzeit!

Aber ihr Lieben, den Herbst einläuten will ich damit noch lange nicht! Bei uns ist es nämlich momentan bombastisch, das Wetter ist toll, nochmal richtiges Spätsommer-Feeling. Also: genießt diese tolle Gemüse-Pfanne doch in der Sonne auf dem Balkon!

Habt es schön!
Eure Lena


Sonntag, 7. September 2014

Honig-Schokoladen-Cookies

Ich oute mich mal: Ich stehe ja total auf matschiges Gebäck (und ich wäre verblüfft, wenn der ein oder andere von euch das nicht auch tut...). Sind nicht Zwetschgenkuchen aus Rührteig erst richtig gut, wenn sie nach einem Tag die Flüssigkeit der Früchte aufgenommen haben? Oder Franzbrötchen, die sind am leckersten, wenn sie richtig gut matschig sind...
Dank des Honigs erreichen nun auch diese Cookies den "ich bin matschig"-Status. Und glaubt mir, das ist ein sehr ehrenwerter Status, daran zu erkennen, dass er genüssliche "Mmhs" und "Aahs" hervorruft.


Der Teig schmeckt dank des Vollkornmehl leicht kernig mit einer dezenten Honig-Note.
Zwischendurch gespickt mit Schokoladenstücken und Haselnüssen, damit auch was zum Knacken drinne ist. 'N büsschen was sollen unsere Zähne ja auch noch zu tun haben. :)


Zum wunderbaren Spätsommer-Sonnenuntergang gibt es ein Käffchen dazu und der Kekshimmel ist wieder mal perfekt. Für alles andere bist du zuständig. Lass es dir schmecken!

Zutaten für 2 Bleche Cookies
nach pastryaffair.com
110g Weizenmhel Type 405
110g Weizenvollkornmehl
1/2 Tl Salz
1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Natron

115g Butter (Zimmertemperatur)
1 Ei, L (Zimmertemperatur)
70g Muscovado Zucker
35g brauner Zucker (wenn ihr keinen Muscovado habt, dann nehmt nur braunen)
2-3 EL Honig (ich: 2 EL, davon 1 EL Akazien-, 1 EL Blütenhonig)
1Tl Vanilleextrakt

125g Schokolade nach Wahl (bei mir: 73% Kakao, 50%Kakao, 35%Kakao, gemischt), grob gehackt
50g Nüsse, grob gehackt

So geht's
Die Butter und die beiden Zuckerarten mit einem Handmixer schaumig rühren, das Ei dazugeben und ebenso schaumig schlagen. Nun Vanilleextrakt und Honig unterrühren.
Die Mehle mit Salz, Backpulver und Natron mischen, kurz unter die Buttermasse rühren.

Die Schokolade und die Nüsse unterheben, den Teig eine Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Zwei Bleche mit Backpapier auslegen, den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze aufheizen.
Mit einem Esslöffel immer etwas Teig abstechen, diesen zu Kugeln von 3-4cm Durchmesser formen. Die Kugeln mit Abstand aufs Blech setzen und etwas flach drücken. Die Bleche nacheinander 10-12 Minuten im Backofen backen, bis die Cookies an den Rändern gaaanz leicht bräunlich werden. Die Cookies aus dem Ofen lassen, und einige Minuten auf dem Backblech erkalten lasse, dann auf einem Gitter auskühlen lassen.
...(pssst! warm sind sie noch matschiger, und mindestens schon genauso lecker :) )

Habt es schön!
Eure Lena

Donnerstag, 22. Mai 2014

Pesto von Radieschenblättern

Hach jaa, ich bin schon total auf Wochenende programmiert, möchte einfach nur nach Hause, schöne Sachen machen und vorbereiten, mich um meinen Garten kümmern (jahaaa, die Zucchini sind jetzt in Freiheit! :D ) und einfach ein bisschen rumdaddeln. Stattdessen fängt mich der Alltag wieder ein. Egal, shit happens, kriegen wir hin, nech?
Dafür habe ich ein ganz entspannt leichtes Rezept für euch, was man auch nach einem mehr oder weniger anstrengenden Arbeitstag zubereiten kann, ohne sich gleich wieder überfordert zu fühlen. Zum Pimpen eurer Stulle oder verfeinern einer schnell gekochten Pasta. Und was euch sonst noch so einfällt. :)

Das man Radieschenblätter, Kohlrabiblätter, Rote Bete Blätter und bestimmt noch etliche mehr nicht wegwerfen braucht, sondern wunderbar weiterverarbeiten kann, ist wahrscheinlich spätestens wieder in die Köpfe von vielen Leuten gewandert, seitdem das Buch "Restlos" dieses Jahr auf dem Buchmarkt erschienen ist.

Das Thema Resteverwertung hat ja besonders in letzter Zeit Wellen geschlagen, da wir Deutschen anscheinend viel zu viele Lebensmittel wegwerfen. (Berichte z.B. hier, hier und hier). Und darunter nicht mal nur verdorbene, sondern sehr viele noch genießbare Produkte. 
Mir persönlich macht es nichts aus, wenn der Joghurt über das MHD ist. Einfach angucken, und wenn er keinen kleinen Pelzfreund hat, tja, dann isser noch gut. ;) Oder der Apfel, der auf der einen Seite matschig ist, da einfach die Stelle rausschneiden und den Rest essen. Wer aber den Geschmack von zu reifen Obst nicht mag - zu Kompott verarbeiten, da schmeckt man's nicht mehr. 
Und ab jetzt wird das Grün von Radieschen etc. auch nicht mehr weggeworfen. Sondern lieber zu Pesto verarbeitet. So. :)

Ich muss zugeben, ich wusste dies lange selber nicht, so habe ich meine Kohlrabiblätter bis jetzt immer weggeworfen. Aber das werde ich jetzt ändern. Und angefangen habe ich mit den Radieschenblättern. Deren Schärfe wird unterstützt von einer frischen Knoblauchzehe und einer Chilischote, und abgerundet mit Nüssen eurer Wahl. Gemacht habe ich es bis jetzt mit einmal mit Walnüssen und einmal mit Haselnüssen, wobei mir letzteres besser gefiel. Im Originalrezept von Hans Gerlach werden dazu ganz klassisch Pasta gegessen. Bei uns habe ich es zum Tomaten-Ricotta-Auflauf gereicht, zusammen mit geröstetem Schwarzbrot und einmal haben wir es einfach auf Brot gegessen, mit in Scheibchen geschnittenen Radieschen oben drauf. 
Der Geschmack von Radieschenblättern, ist wieder etwas total Neues - zumindest für mich. Deswegen habe ich vorweg eines gekostet, um einschätzen zu können, mit was ich es kombinieren kann. Ich liebe diese "Erlebnisse", etwas zu testen, um dann zu wissen, wozu es passt. Das macht das Kochen immer wieder spannend, findet ihr nicht auch?


Im Original werden auf ein Bund Radieschenblättern 2 EL Zitronensaft gegeben. Habe ich beim ersten Mal zubereiten auch ohne Nachdenken gemacht, war mir dann allerdings viel zu zitronig, und hat die anderen Geschmackskomponenten sehr ausgeblendet. Deswegen bevorzuge ich 1 EL und schmecke hinterher lieber noch ab.
Achso, und da das Pesto ohne Parmesan auskommt, ist es sogar vegan. 

Für eine Portion Pesto (ausreichend für 4 Portionen Pasta lt. Originalrezept)
das Grün von einem Bund (Bio)-Radieschen
2 EL gutes Rapsöl
1 EL Zitronensaft
3 EL Nusskerne, gehackt
1 Chilischote, entkernt und fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Salz
Pfeffer

Und so geht’s
Die Nusskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen.
Das Radieschengrün gut abwaschen und hacken. Alle Zutaten zusammen in einen Becher geben und mit dem Pürierstab zu Pesto verarbeiten, wenn die Masse zu trocken ist, eventuell noch 1 EL Wasser dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken.

Wohuuu, und gerade entdeckte ich, dass Conny von moment in a jelly jar das Pesto auch vor Kurzem gezaubert hat. Wenn ihr gerne Parmesan im Pesto mögt, und darauf nicht verzichten wollt, dann hüpft doch mal zu ihr herüber! :)
Was könnt ihr noch tolles für Resteverwertungs-Rezepte vorschlagen? Habt ihr eins? Dann immer her damit!
Habt es schön!
Eure Lena

Montag, 19. Mai 2014

Nussige Muffins mit Sonnenblumenkernen

Halli hallo ihr Lieben!
Habt ihr schon eine Idee, wie ihr es auch diese Woche wieder schafft, so laaange wie nur möglich im Kuschelbett zu bleiben? Ohne gleich aufspringen zu müssen, und das Frühstück nicht mal richtig genießen zu können, denn, "ach, eigentlich müsste ich schon auf dem Weg sein?!".
Ich bin mir sicher, nicht nur ich kenne diese Tage zu gut, an denen die Zeit irgendwie auf einmal..gar nicht mehr da ist! Dann fliege ich mit meinem Highspeed-Superrad zur Bahn, springe aus dem Sattel, schließe es gefühlt nicht mal ordentlich an und hechte zum Zug, während ich dem lieben Schaffner im Laufen noch zubrülle "haaalt, ich will doch auch noch mit". Jup, kam schon ein, zwei, ähm, nunja, vielleicht auch dreimal vor... ;)
Und nicht nur deswegen haben es diese kleinen Dinger mal eben im Vorbeigehen geschafft, auf meiner Frühstück-zum-Mitnehmen-Liste nach ganz weit oben zu klettern. Ich liebe Hafer, Dinkel und Haselnüsse, und hier wird einfach alles vereint, und das ist dann so schön nussig und fluffig. Das Rezept habe ich gefunden bei reformhaus.de und meinen Zuckervorstellungen entsprechend angepasst.

Ein wunderbares Frühstück ist ein wunderbarer Start in den Tag. Das ist meine Meinung. ;)


Außerdem glänzen die Muffins, was ihren Inhalt angeht: Haferkleie besitzt einen niedrigen glykämischen Index, sodass unser Blutzuckerspiegel stabil gehalten wird, und nicht gleich in die Höhe schnell. Das sorgt dafür, dass wir nicht so schnell einen Jieper nach Zucker bekommen, sondern erstmal rundum glücklich sind. ;) Neben verdauungsfördernden Eigenschaften, soll Haferkleie den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen, also senken. Haselnüsse und pflanzliche Öle sind wegen der ungesättigten Fette, welche zu den "guten Fetten" gehören, wertvoll.
Und für Weizenallergiker ist Dinkel eventuell ein gutes Austauschprodukt, da er als verträglicher gilt.
 
Zutaten
125g Dinkelmehl ( bei mir: ½ Type 630, ½ Vollkornmehl, frisch gemahlen)
125g Haferkleie
60g Rohrzucker (original: 100g)
60g Haselnüsse, gemahlen
2 Tl Weinsteinbackpulver
½ Tl Natron
½ Tl. Zimt
1 Msp. Vanille
1 Ei
230 ml Buttermilch
50g Walnussöl
optional: gehackte Nüsse, (Trocken)Früchte

1 EL Sonnenblumenkerne

Zubereitung
Den Backofen auf 180°C verteilen, ein Muffinblech mit 12 Förmchen bekleiden.
Mehle, Kleie, Zucker, Natron, Backpulver und Gewürze vermischen. Ei, Buttermilch und Öle mit einem Schneebesen gut verschlagen.
Feuchte Zutaten zu den trockenen geben, ganz kurz vermengen, (wer möchte, hebt in diesem Schritt noch gehackte Früchte darunter, Pflaumen, Brombeeren, machen sich zum Beispiel sehr gut.).
Auf 12 Förmchen verteilen, mit Kernen bestreuen.
Etwa 20-25 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob die Muffins fertig sind, dies ist der Fall, wenn kein Teig mehr am rausgezogenen Stäbchen klebt.
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und dann aus den Formen heben. Auf einem Backgitter vollständig erkalten lassen.

Hihi, heute Morgen (!) habe ich es aber sogar gaaanz entspannt geschafft. Aber die Tage, an denen die Zeit rennt, kommen auch wieder, garantiert. ;)
Habt es schön!
Eure Lena

Dienstag, 13. Mai 2014

Penne mit Möhrchen-Ricotta-Creme

Kurze Zeit, nachdem ich am Sonntag meinen neuen Post veröffentlicht hatte, überkam mich auf einmal ein schlechtes Gefühl. Ups, da war ja was... Muttertag! Alle haben Einträge mit dem Titel "für Mama", "alles Gute zum Muttertag", "der lieben Mutti" veröffentlicht, nur ich hatte ganz stumpf einen Kuschel-Sonntags-Eintrag über leckere Kekse geschrieben, ohne auch nur im Geringsten meine liebe Mama im Positiven zu erwähnen. Hups, hatte ich da ein schlechtes Gewissen. Nach kurzem Stöbern habe ich mich dann aber wieder beruhigt: es hatte doch nicht die gesammt (Blogger)Welt nur den Muttertag im Kopf. Puuuh... ;)

Trotzdem möchte ich das jetzt gerne nachholen, denn es ist ja nicht so, dass ich meiner liebsten Testschmeckerin und Mutter nicht doch was für den Muttertag gezaubert habe. Dem Wetter entsprechend (ich habe eigentlich gar keine Lust, über das Wetter zu schreiben, aber ich mache es ja doch, weil wer beschwert sich gerade nicht darüber?!?) gab es Soulfood der feinsten Art. In der Lecker 04/13 wurden sie mit "Rigatoni in Rübli-Mandelsoße" gepriesen. Die Mandeln machen allerdings nur einen zu verachtend winzigen Anteil aus, weswegen ich meinen Titel auch entsprechend geändert habe. Das viel Tollere an diesen Nudeln ist die cremige Soße aus Ricotta und Parmesan, die kleingeraspelten Möhrchen und die matschigen Tomaten. Soulfood eben. Gewürzt mit einer guten Prise Chili wird dem ganzen das Hütchen aufgesetzt. Zack, bum. Meine Mama war glücklich. Erste Gabel war noch nicht mal im Mund angekommen, schon ließ sie verlauten "mmmh, lecker". Ziel erreicht. :)


Zutaten für 2 glückliche Personen
150-200g Penne (bei mir die Vollkorn)
2 große Möhren, grob geraspelt
3 größere Cherry-Tomaten (so 150g)
1 EL Mandeln, gehackt
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
60g Ricotta
25-30g Parmesan + extra, wenn ihr noch was nachträglich drüber haben wollt
1/4 Tl Zucker
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer
Zitronensaft
2 EL Butter 

Und so geht's
Tomaten waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Stielansatz ggf. entfernen.
In einer Pfanne ohne Öl die Mandeln rösten, bis sie duften.

Reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Nudeln nach Packungsanweisung mit genügend Salz al dente garen.

In der gleichen Pfanne die Butter erhitzen (aber nicht zu heiß werden lassen, sie brennt schnell an) und Zwiebeln, Knoblauch und Möhrenraspel unter Rühren 6-8 Minuten dünsten.
Mit Zucker bestreuen, kurz mitdünsten, Tomaten dazugeben und 3-4 Minuten mitdünsten. Mit Salz und 1/2 Tl Cayenne würzen.

Vom Nudelwasser einen guten Becher (200ml) abnehmen.
Etwa 100ml davon zu den Möhrchen geben und aufköcheln lassen.

Nudeln abgießen, zurück in den Topf geben, restliches Nudelwasser (oder etwas weniger, passt auf, dass die Soße keine Suppe wird), Ricotta, Parmesan und Möhren zufügen, gut durchrühren und nochmals etwa 2 Minuten köcheln lassen, sodass die Soße cremig wird. Mit Salz, Pfeffer, Chili und Zitronensaft würzen.
Mama glücklich machen. Oder wen anders, den ihr lieb habt. :)


Habt es schön!
Eure Lena