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Freitag, 4. März 2016

Leibgericht - überbackener Fenchel

Wenn der Freund schon sagt: "Nein, wir essen nicht schon wieder überbackenen Fenchel", dann muss da wohl gerade wieder ein neues Leibgericht am Start sein. Und die müssen natürlich extra oft gegessen werden! Solange, dass er das fast gar nicht mehr essen mag. Ups...
Ja, genau, richtig. Ich mag Fenchel. Sogar sehr gerne. Und mit Tomatensoße, hier auch noch roter Bete und Mozzarella, ist er auch wirklich ein Gedicht. Wenn du jetzt den Kopf schüttelst und sagst:"Fenchel? Ich kenn nur diesen Fencheltee...", dann auf! in einen Laden, und eine schöne Fenchelknolle eingepackt.


Die Rote Bete lasse ich hier einfach mal weg, ich habe sie noch mit reingeschnippelt, da sie weg musste. :) Falls ihr sie aber wollt: am besten kleinschnippeln, auch 15 Minuten vorgaren und dann einfach mit in die Auflaufform schichten!

Zutaten für 2 Personen
1 große Fenchelknolle oder 2 kleine
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Dose gehackte Tomaten  (400g)
1 EL Tomatenmark
125 g Mozzarella

Salz
Pfeffer
Zucker
Thymian
Öl zum Braten

So geht's
Den Fenchel putzt du zuerst, dann halbierst du ihn und entfernst den Strunk. Fülle einen Topf zwei Finger breit mit Wasser, lege den Fenchel hinein, und gare in 10-15 Minuten, bis er bissfest ist.

Währenddessen bereitest du die Tomatensoße vor: Öl in der Pfanne erhitzen, schwitzt die Zwiebel 3 Minuten darin an, bis sie schön glasig ist. Jetzt fügst du das Tomatenmark und den Thymian (so 1 Teelöffel) hinzu. Lösche dies mit den gehackten Tomaten ab, würze mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker. Lasse die Soße 5-10 Minuten einköcheln.

Heize in der Zeit den Backofen auf 200 °C vor. Zerpflücke die Mozzarellakugel.
Gieße die Soße in die Auflaufform, lege den Fenchel schick hinein und bestreue das ganze mit Mozzarella. Im Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten überbacken.

Guten Appetit!
Lena

Mittwoch, 9. September 2015

Herbstlicher Auflauf mit Mozzarella und Parmesan - und ganz vielen frischen Kräutern

Es gibt wohl einfach Gerichte, die werden nicht hübsch, die wollen auch gar nicht hübsch sein, fotogen oder sonst was. Die wollen einfach nur schmecken, und den Abend versüßen.
Und das wollte genau dieser Gratin. Unter der sehr knusprig gebackenen Kruste war er perfekt, das Gemüse gut durch, angenehm gewürzt.


Manche Menschen treffe ich viel zu selten. Und das sind gerade die Menschen, die mir das Gefühl von zuhause geben. Gerade war ich am Fahrradreifen wechseln, als meine Cousine auf den Hof kam. Ganz unkompliziert gesellte sie sich einfach zu mir und half mir. Obwohl wir eine kleine Hürde zu nehmen hatten, über die wir zum Glück herzlich lachen konnten (Fahrradmäntel haben eine Rotationsrichtung - bei der Montage also darauf achten, ich wusste das vorher nicht), haben wir mein Rad wieder erfolgreich auf Vordermann gebracht.


Und Arbeit macht bekanntlich hungrig, so war der Gratin schon fast zu wenig für uns beide, aber wenn man genießt, und sich gar nicht pappsatt essen möchte, ist er genau richtig.

Der Kürbis ist wieder aus eigener Ernte, mein Gärtchen gibt langsam die letzten Früchte ab, die Zucchini legt nochmal richtig los, in einigen Tagen sollte ich von ihr nochmal gut ernten können.

Zutaten für 2 Personen
1 kleiner Hokkaido, gewürfelt
1 rote Bete
6 kleine Roma-Tomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
jeweils einige Zweige Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei
125g Mozzarella
50g Parmesan, gerieben
150g Saure Sahne
Salz
Pfeffer

So geht's
Wasche das Gemüse ab, halbiere den Hokkaido, entkerne ihn und schneide ihn in Würfel. Würfele auch die Rote Bete. Schneide die Tomaten in Scheiben. Häute die Zwiebel und den Knoblauch, schneide die Zwiebel in Ringe, den Knoblauch hackst du fein.
Wasche die Kräuter, und zupfe die Blättchen von den Stängeln, hacke sie fein.
Verrühre die Saure Sahne mit etwas Salz und Pfeffer.

Heize den Backofen auf 200°C vor, stelle dir eine Auflaufform hin. Verteile zunächst den Kürbis darin, darauf die Rote Bete und die Tomaten. Belege das Gemüse mit den Zwiebelringen und dem fein gehackten Knoblauch, streue die Kräuter rauf, salze und pfeffere. Gieße den Auflauf mit der Sauren Sahne an, streue den Parmesan rüber. Zum Schluss zerzupfst du den Mozzarella und verteilst ihn auf dem Auflauf. Bei 200°C  backst du den Auflauf auf mittlerer Schiene etwa 45 Minuten lang. Falls die die Oberfläche zu dunkel wird, decke ihn mit einem Deckel oder Alufolie ab, nach 45 Minuten schalte den Ofen aus, und lasse den Auflauf noch 10 Minuten darin rasten.

Habt es schön!
Eure Lena

Samstag, 28. Februar 2015

Von kostbaren Worten, wertvollen Ideen und einem Muffin [Rote-Bete-Muffin]


Dankbarkeit. Wann habt ihr euch dieses kleine Wörtchen, dieses Gefühl zuletzt in Erinnerung gerufen?
An der Kasse im überfüllten Supermarkt, als ihr nur zwei Teile hattet, die nette Dame mit dem vollen Einkaufswagen euch vorgelassen hat?
Beim Sichten des ersten Sonnenstrahls des Tages, und sei es um vier Uhr nachmittags?
Beim Schnurren eurer Katze, mit dem sie euch wissen lässt, dass sie eure Anwesenheit genießt?

Wir sagen oft danke. Bestimmt viel zu oft. Denn sind wir jedes Mal wirklich dankbar? Oder wird "danke" zum Routine-Wort?

Dankbarkeit. Was ist das eigentlich? Für mich ist es eines dieser kleinen Wörtchen, die so kostbar sind, wir im schnelllebigen Alltag jedoch nicht so ernst nehmen. Wir laufen lieber schlecht gelaunt durch die Straße, schauen weder links noch rechts, meckern über das Wetter. Auf der einen Seite verständlich. Natürlich. Jeder ist im Stress, jeder hat was zu tun. Da ist keine Zeit für Nettigkeiten Leuten gegenüber, die wir gar nicht kennen. Und was ist, wenn wir dann doch mal innehalten? Dem genervten Busfahrer ein Lächeln schenken? Der alten Frau an der Kasse, die kaum noch ihr Geld zum Bezahlen abzählen kann, behilflich sind? Der Mutter eine Tüte abnehmen, damit sie zusammen mit einem starken Helfer ihren Kinderwagen die Treppen hinaufbefördern kann? Was ernten wir dafür? Dankbarkeit. Ein Lächeln. Und ein Gefühl, welches unbezahlbar ist.


Wie geht ihr durch den Alltag? Ich lächele. Ganz oft. Denn ich habe gemerkt, wie viel du dann zurückbekommst, selbst von Fremden. Ein Lächeln, ein lieber Gruß, das können doch richtige Sonnenstrahlen sein im Alltag.


Genau wie der Sonnenstrahl, wenn Freunde an dich denken. Und an dein Hobby. So bekam ich vor Kurzem ein Bild mit einem Rezept dazu zugeschickt. Von einer lieben Freundin. Rote-Bete-Muffins. "Liebe Lena, ich habe dieses Rezept gefunden, und musste gleich an dich denken. Ist das nicht was?"
Und wie das was ist. Ich backe viele Muffins. Mit Äpfeln, Birnen und Karotten. Rote Bete ist noch nicht drin gelandet. Und ich hatte noch nicht mal die Idee. Umso dankbarer war ich für ihre Idee, für ihren Gedanken an mich, für ihr Bild. Denn es ist genau meins. Das Rezept habe ich zwar grundlegend verändert. Aber die Inspiration bleibt. Die Rote Bete bleibt. Und der Dank bleibt.



Ich habe einen gewissen, ich sage mal "Anspruch" an Muffins. Ich möchte ihn zum Frühstück essen, er soll nicht so süß sein, mir nicht schmecken, wie eine Süßigkeit, sondern wie eine kleine Mahlzeit. Etwas Vollwertiges, wenn ich mal keine Zeit oder einfach keine Lust habe, etwas zu machen, sondern einfach etwas greifen möchte.
So ist der Muffin rein aus Vollkornmehl, mit Datteln und Agavendicksaft sowie etwas Vollrohrzucker als Süßungsmittel. Für die Saftigkeit sorgt ein guter Esslöffel Haselnussöl und die gemahlenen Nüsse. Und für die tolle Farbe, sowie einen erdigen und vollmundigen Geschmack die Rote Bete. Ausbalanciert mit dem Zimt, Nelken, und Ingwer des Lebkuchengewürzes. Meines musste aufgebraucht werden, deswegen nehme ich es. Ansonsten mischt euch eure Gewürz-Vielfalt selbst.

Wann wart ihr zuletzt dankbar? Ich bin es gerade jetzt. Dafür, dass die Sonne sich hinter den Wolken hervorgemogelt hat, dafür, dass ich heute ausschlafen kann und wenn ich so überlege, gibt es da noch vieles, vieles mehr. Danke.

Zutaten für 6 Stück
150g Rote Bete, fein geraspelt
30-50g Karotte, fein geraspelt
35g Haselnüsse, gemahlen
105g Dinkelvollkornmehl
10g Vollrohrzucker
½ Tl Ingwer
1 Tl Lebkuchengewürz
¼ Tl Zimt
1 Prise Salz
1 Tl Backpulver 
120-140g Joghurt
1 Ei
1 EL Haselnussöl
10g Agavendicksaft
5 Datteln, fein gehackt

So geht's
Heize den Backofen auf 180°C vor, lege ein Muffinblech mit 6 Papierchen aus.
Mische in einer Schüssel Mehl, Zucker, Nüsse, Backpulver, Gewürze und Salz.
In einer größeren Schüssel verrührst du den Joghurt, das Ei, das Öl und Agavendicksaft, bis alles sich verbunden hat. Gib nun die flüssigen Zutaten zu den trockenen, rühre sie kurz unter. Es dürfen noch trockene Stellen zu sehen sein.
Nun füge die Rote Bete, die Karotte und die Datteln hinzu und rühre auch diese kurz unter. Teile den Teig mithilfe von zwei Esslöffeln auf die 6 Muffinförmchen auf. Ab in den Backofen für 20-30 Minuten. Die Stäbchenprobe hilft dir, festzustellen, wann die Muffins gut sind. Es darf kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleiben.
Hole die Muffins aus dem Ofen, lasse sie kurz auskühlen. Hebe sie nun aus den Mulden, damit sie komplett auskühlen können.

Und habt es schön!
Eure Lena